Der reiche Onkel

Der reiche Onkel

Vielen Dank für die positiven Kommentare und Anregungen.

Ich freue mich über jede Nachricht — da ich durch eure Meinungen und Tipps lernen und mich verbessern kann.

Wer mehr über mich erfahren, findet mich im Internet.

Vielen Dank fürs Lesen!

Angelo Inzesto

Alle beteiligten Personen der nachfolgenden Geschichte sind bereits über 18 Jahre. Die

sexuellen Handlungen erfolgten freiwillig und gewollt.

Copyright © 2015 by Angelo Inzesto

Alle Rechte vorbehalten

Der reiche Onkel (Teil 1)

Die Sonne an diesem Sommermorgen versprach einen schwülen Tag. Zwischen den schräg gestellten Jalousien fiel ihr gebündeltes Licht in goldfarbenen Streifen bis in die Mitte der großen Wohnhalle, in der ich nervös auf und ab ging.

Trotz der Klimaanlage klebte mir jetzt schon das leichte Kleid am Leib, und jedes Mal, wenn ich in einen der funkelnden Streifen trat, spürte ich an den nackten Beinen die Hitze sengend wie unter einem Brennglas.

Immer wieder blickte ich sehnsuchtsvoll durch die Ritzen der Rollläden in den Garten, der sich unterhalb der Terrasse zum Seeufer senkte.

Ein Bad! Schwimmen! Sich abkühlen und das alles hier hinter mir lassen!

Zum Teufel mit all dem Gewäsch um Zahlen und unbekannte Größen, mit denen wir vorerst noch nichts anzufangen wussten!

Da drüben, in der entferntesten Ecke saß mein Ehemann Antonio an einem mit Akten bedeckten Tisch und wirkte allmählich komisch, weil er immer wieder addierte, multiplizierte, von neuem summierte, um zum zehnten Mal zum gleichen Ergebnis zu kommen, das er gequält aufseufzend bekanntgab.

Am Kamin lümmelte, die langen Beine übereinandergeschlagen, elegant und schlaksig sein Bruder Miguel in einem der tiefen Ledersessel und sah blasiert vor sich hin.

Ihm gegenüber im anderen Sessel saß seine Frau Elena, von mir nach kurzer Bekanntschaft eingestuft in die Kategorie fader Schneegänse. Hübsch anzusehen im Vorbeiflog. Aber sonst nur zum Abschießen. Weil sie ihr volles platinblondes Haar mit einem kleinen Knoten nach rückwärts gestrafft trug und sich damit unansehnlich machte, selten sprach und ihr schmaler Mund ein Lächeln bestenfalls ahnen ließ. Und weil ihre porzellanblauen Augen blanke Scheiben waren, hinter denen alle Gemütsbewegungen an die Kette gelegt schienen. Wenn es solche überhaupt gab. Was ich sehr bezweifelte.

Kein Wunder, dass mein lieber Schwager Affären hatte. Seit zwei Monaten erst war er als neuer Zweigstellenleiter einer Bank zugezogen, aber man munkelte schon davon. Und auch mir machte er, wenn er sich unbeobachtet fühlte, in unzweideutiger Weise den Hof. Vielleicht, weil er spürte, dass ich den schlanken Dreißiger mit der dunklen Haartolle und dem weichen Mund, der so aufreizend lächeln konnte, attraktiv fand. Attraktiver jedenfalls, als alle die Provinzbanausen hier. Und insgeheim fast anziehender als meinen eigenen Mann!

Vielleicht auch, weil jenes verdammte Fluidum von mir ausging, von dem mir einer mal gesagt hat, es sei wie eine Giftwolke, in der ein Mann hilflos betäubt versinken könne.

Dieses Fluidum, das auch meinen Schwager ahnen ließ, dass ich nicht ganz die mustergültige Gattin war, für die mich sein Bruder hielt… dass ich manchmal heimlich fallen konnte wie ein sündiger Engel…

Um ein Haar hätte er mich kürzlich in dem jedes Jahr im Frühling veranstalteten Kostümfest so weit gebracht. Das Fest fand im großen Festsaal statt, und zahlreiche Fremde aus der nahen Großstadt bevölkerten es.

Daher gab es stets ein unübersehbares Gedränge, in dem man herrlich untertauchen konnte, von dem im obersten Stockwerk gelegenen, unbesetzten Logen ganz abgesehen.

Ich trug ein glockiges, zu meinem schulterlangen pechschwarzen Haar fabelhaft passendes Kleid aus mattgelber Seide mit knallroten Pompons und freute mich diebisch, wenn der Glockenrock im Tanz bei temperamentvolleren Schwingungen hochwirbelte und die Stielaugen der am Rand des Parketts sitzenden Männer an meinen langen Beinen hochglitten bis zum nicht zu knappen Spitzenhöschen.

Ich trank reichlich, ein Glas Champagner hier, ein Glas Rotwein dort. Zwischendurch nahm ich einen Happen vom Büffet. Keine Zeit zum Essen, nur Zeit für Tollerei und Flirten.

Da im Gewühl ein Kuss, manchmal die Sinne aufwühlend mit der Zunge, dort ein dreister Griff. Die Sitten waren gelockert wie im Fasching.

Lass sie greifen, das prickelt im Blut im Sekt!

Aber nur Wildfremde – ich sah mich vor… Einheimischen gegenüber musste man sich prüde zeigen!

Ich spürte fremde Hände an der Brust, unterm Rücken, am Po. Einer, ein mittelalterlicher Knabe, hatte einen steifen Pint. Ich rieb vergnügt über die Beule und ließ ihn lachend stehen. Jedoch mein Blut brauste.

Einmal holte mich irgendein fremder Knilch in kaiserlicher Reitertracht im Gedränge zur Bar. Ehe ich auf den Hocker schlüpfte, nahm ich rückwärts rasch den Rock hoch, damit das Kleid nicht verknautschte. Blitzartig schob mein Rabauke die Hand darunter, sodass ich darauf zu sitzen kam. Unterm Kleid, nur im Höschen! Und das war weit, wie gesagt.

Aufbegehren? Krach schlagen? Unsinn, in dieser schon sehr gelösten Stimmung!

Die warme Hand lag unter meinem fast nackten Po und drückte auf meine heiße Haut!

Ich lugte rasch rechts, links und über die Schulter. Das Volk stand dichtgedrängt ringsum. Niemand konnte etwas sehen.

Außerdem bauschte sich der Rock darüber, und außerdem war ich heiß drauf!

Ich griff nach einem vollen Weinglas und hielt es auf halbem Weg zum Mund in der Schwebe. Schaute dem Kerl ins Gesicht. Gutes, schmales Gesicht, braungebrannt mit Lebemannfalten. Mittelalter. Fast mein Typ.

„Woher kommst du?“, erkundigte ich mich neugierig.

Er nannte einen entfernten Ort. Gut, das war in Butter. Dennoch rügender Blick, gemildert von verschlagenem Lächeln.

„Macht ihr das dort mit allen Ehefrauen so?“

Er lächelte mich selbstbewusst an.

„Dort drüben in der Parterreloge“, ich wies mit dem Kinn hin, „sitzt nämlich mein Mann…“

„Na und?“, raunte er an meinem Ohr. Seine Finger kraulten in meinem Schritt, direkt neben dem Höschen.

„Magst du es nicht trotzdem?“, hauchte er lasziv.

Die Fingerspitzen bogen sich aufwärts zwischen die Schenkel. Er rieb massieren den Stoff meines Slips entlang, ertastet gekonnt die Formen meiner Schamlippen. Ich stürzte den Wein hinunter, beugte mich vor und stützte die Ellenbogen auf die Theke, den heißen Atem hinter den zusammengepressten Lippen gebändigt.

Aufregend! Petting, mitten unter den vielen Menschen! Das gefiel mir!

Ich griff geistesabwesend nach einem neuen, vollen Glas. Plötzlich spürte ich, wie sich sein Finger in meine gierige Muschi bohrte. Ich schloss die Augen und atmete abgehackt.

Plötzlich kam von der Musikempore ein Tusch. Eine Tanzansage. Die Menge um uns lichtete sich. Also stelle ich das Glas weg, drückte den Kerl mit einem befreienden Seitenstoß zur Seite.

„Nicht – hör jetzt auf!“

Ich taumelte vom Hocker. Keinen Augenblick zu früh. Der mich auffing, war mein befrackter Schwager! Er grinste mich an, nahm mich an der Hand und führte mich zur Tanzfläche. Okay, ein Tanz mit meinem Schwager war sicher in Ordnung.

Er presste seinen athletischen Körper dicht an mich, flüsterte mir etwas ins Ohr, dass ich wegen der lauten Musik kaum verstand. Er wollte mir etwas zeigen. Warum nicht?

Doch nein — wach auf, Mädchen! Es ist der Bruder deines Mannes! Wir sind doch alle beschwipst! Und morgen?

Seine Hand lag an meinem Busen. Na, lass ihn, wenigstens das bisschen. Als er die Hand in den BH schob und eine meiner nackten Brüste streichelte, wurden die Knospen hart.

„Nicht! Miguel, nein!“

Eine Welle glühender Wildheit durchlief mich, und ich musste stehenbleiben mitten im Tanz. Die vorhin aufgestaute Explosion entlud sich. An Miguels Brust krampfgeschüttelt wurde ich nass. Er grinste, hielt mich fest und küsste mich aufs Ohr, spielte mit der Zunge im Gehörgang, dass es mich wie Feuer durchlohte!

Leise und frech flüsterte er: „Ungesund, den feuchten Slip anzubehalten – komm auf die Galerie und zieh ihn aus! Ich helfe dir dabei…“

Ich stieß ihn von mir. „Schuft!“

Er winkte mir leutselig nach. „Bis zum nächsten Mal, schöne Schwägerin!“

Auf halbem Wege durch das Gewühl fing mich mein Reiterknilch ab. Er ließ seine Tänzerin für mich stehen und presste mich an sich. Wir trippelten auf der Stelle, was auch gar nicht anders möglich war in der hüpfenden, schiebenden Masse. Unsere Körper pressten sich eng aneinander, wir spürten uns. Meine Sinne rasten, meine Muschi produzierte erneut Feuchtigkeit.

„Wollen wir?“, fragte er und drückte sein Untergestell mit dem harten Schwanz an meinen Bauch. Sein Bein schob er geschickt zwischen meinen Schenkeln und rieb über meinen Slip… Sprengstoff!

„Was denn?“, erwiderte ich schwach, obwohl ich es wusste.

„Reiten!“

Ich schnaubte. „So was – bist du immer so direkt?“

Ich spürte jetzt seinen steifen Pint, der sich fordernd gegen meinen Unterleib presste. Mein Blut rauschte vom Alkohol, in dem sich die Hemmungen auflösten. Ich wollte von einem Mann verwöhnt werden, brauchte dringend einen harten Schwanz in der Fotze, so wie jedes Mal auf diesem Frühlingsfest.

„Immer!“, erklärte mein Reiter. „Wenn ich weiß, dass ich die Richtige gefunden habe!“

Ich lachte gequält auf. Klare Fronten! Er hatte ja Recht. Der oder ein anderer – nur nicht mein Schwager. Besser rasch abreagieren.

„Mir ist heiß!“, erklärte ich. „Komm aus dem Gedränge!“

Ich schob ihn zum Seiteneingang, von dem eine Treppe empor führte in die oberen Etagen. Wie stiegen schweigend hinauf. Dort herrschte Stille und es war wirklich kühler da oben.

Aber nicht in mir! Mein Blut pochte heiß in meinen Adern, meine Schamlippen klebten an meinem Slip.

Schon auf dem zweiten Treppenabsatz riss er mich in seine Arme, und ich warf ihm, schon halb von Sinnen, die Arme um den Hals. Er drückte seine Lippen auf meine, dann öffneten wir gierig unsere Münder, unsere Zungen spielten gierig miteinander. Seine Hand öffnete die Druckknöpfe meines Oberteils, schob als nächstes den Büstenhalter empor. Mit seinen Finger spielte er an meinen erigierten Nippel, presste und rieb sie zwischen Daumen und Zeigefinger.

Sein Kopf senkte sich, die feuchte Zunge strich meinen Hals entlang, erreichte meine Brüste, dann saugte er eine meiner steifen Warzen über seine Zähnen in den Mund und begann zu saugen… ich stöhnte selig. Als seine suchende Hand unter meinen Rock wanderte, stellte ich meine Beine auseinander. Er schob meinen Slip zur Seite und fummelte in meinem kurzrasierten Schamhaarstreifen.

Ich nestelte am Reißverschluss seiner Hose, zog diesen nach unten und holte den prallen Pfahl heraus.

„Aah, was für ein Dreschflegel!“, keuchte ich entzückt und war von der Größe und Härte beeindruckt.

Ich presste die Hand um den mächtig langen, dicken Knüppel und schob die Vorhaut über die Eichel hin und her.

Sein Mittelfinger hatte mittlerweile das Loch meiner Vagina gefunden und presste sich in die warme Tiefe. Mit dem Daumen rieb er meine Klitoris. Ich seufzte wohlig, lehnte mich mit den Schultern zurück an die Wand und spreizte meine Beine noch weiter.

„Besser als dein Mann?“, fragte er.

Ich lachte heiser. „Ja, du Neugieriger. Besser, größer und härter!“

„Also dann komm – probiere ihn aus!“

Er nahm die Hand weg und umarmte meine Taille. Gierig presste er seinen Bauch gegen meinen Körper. Der große Ständer in meiner Hand wanderte zwischen meine Schenkel… ich rieb seine pralle Eichel über die feuchten Lippen meiner Fotze.

„Los… jetzt, ich will ficken“, hauchte er in mein Ohr. Dann hob ich mich auf die Fußballen und drückten den Ständer an meine Pforte. Ich ließ mich zurücksinken und fauchte wie eine Katze, als er in mich hinein flutschte bis zum Heft.

Wir fassten uns an den Hüften, und unsere Bäuche flappten in raschen Bewegungen gegeneinander.

Ich wurde von einem wildfremden Mann gefickt… oh Gott, mir kam es sofort, während der Riesenschwengel mir bis zum Magen stieß und ich auf ihm unter jauchzenden Lustlauten einen Bauchtanz vollführte und schon halb von Sinnen krächzte.

„Das ist… das ist… Waahnsinn! Ein Hengst bist du – ein richtiger Hengst!“

Er lachte rau auf, spießte mich ganz tief auf sich und hielt mich in dieser Stellung fest.

„Und du eine prächtige Stute!“

Sein Kopf senkte sich zum entblößten Busen, und er saugte eine der Warzen in den Mund. Ich wand mich stöhnend in ekstatischen Schlangenbewegungen an der Wand. Von unten drang der Lärm des Festes. In mir brausten die Alkoholteufel und jagten mir die enthemmten Triebe ins Blut, die Lust zu steigern, noch weiter zu steigern!

„Hast du das schon mal gesehen?“, röchelte ich und bewegte kreisend den Unterleib. „Hengst und Stute? Die machen’s anders!“

Er hob den Kopf, sah das anzügliche Grinsen auf meinen bebenden Lippen, und ihm ging ein Licht auf.

„Du magst das – von hinten?“

„Du nicht?“

„Oh doch“ Er sah sich um. „Komm nach oben – in eine der Logen“

Als er sich mir entzog, schnaubte ich wütend wie ein Tier, das man seiner Beute beraubt. Ich kicherte aber sofort wieder vergnügt, während er mich umfasste und treppauf zog in den Gang mit den Logentüren. Er öffnete eine Tür, stieß mich hinein und verriegelte hinter uns.

Ich stürzte gleich zur Balustrade, blickte nach unten, sah über das bunte Gewoge der tanzenden Menschenmasse hinweg.

„Da drüben!“, sagte ich. „In der Parterreloge!“

Er trat neben mich, und ich zeigte mit dem Finger hin.

„Das ist mein Ehemann!“

„Aha!“

Er legte seine Hand an meine Gesäßbacken, zog den Rock empor und zerrte den Slip herunter. Ich hielt lustgeschüttelt still. Hier oben herrschte Halbdunkel, von unten aufschauend konnte uns niemand entdecken, geblendet vom Licht der Kristalllüster.

Mein Höschen rutschte meine Beine herunter, ich strampelte es ab. Begierig bückte ich mich tiefer, die Unterarme auf die Balustrade gestützt. Den nackten Po reckte ich empor, die Beine spreizte ich auseinander. Seine Finger streichelten meinen Rücken abwärts, die Schenkel bis zu den Rändern der halterlosen Strümpfe. Jetzt innen wieder hinauf, ins feuchte Quellbett! Aah!

Ich begann keuchend zu tänzeln, und blickte über die Schulter zurück. Der Mann, gebeugt, betrachtete mit wilden Augen meine Bescherung, während er mich befingerte. Das peitschte mich noch mehr auf! Ich blickte wieder hinunter, in den Saal.

Antonio, mein Ehemann, schien heraufzuschauen. Obwohl ich wusste, dass er mich nicht sehen konnte, durchfunkte mich dieses Aug in Aug mit einem irrsinnigen Reiz!

„Mach schon – komm!“, zischte ich, und hob den Unterkörper noch etwas an. Ich schrie unbeherrscht auf, als der harte Schwanz tief in meine nasse Möse eindrang, und in mir zu pumpen begann – rein, raus, rein, raus… wimmernde Lust, heulende Seligkeit unter Stößen, die mich ruckweise über die Balustrade drängten… rascher, rascher jeder Stoß bumste gegen meinen Hintern mit erregendem Klatschen… dabei Antonio da unten – Antonio! Hier wird deine Frau gevögelt – schauuu! Hah – so ein Schweif, viel dicker als deiner – gleich kommt es ihm – gleich, gleich, gleich – und ich rinne schon aus!

Jetzt… jaaa… mein Po springt hoch, kreist, und die Beine tanzen, während Samen, Unmengen von Samen mich füllen und ich in den Wogen eines wilden Orgasmus ertrinke, wie ich ihn schon lange nicht mehr erlebt habe…

Dann sanken wir erschöpft auf die Stühle nieder. Keuchend fand ich mich wieder zurück in die Wirklichkeit. Meine Erregung ebbte ab, was blieb, war das Bedürfnis nach Säuberung. Der Partner zögerte, blickte unsicher und verstand endlich: geh!

Es folgte ein kühles Küsschen zum Abschied. Ich wusste nicht einmal seinen Namen. Er kannte meinen Namen auch nicht. Wozu auch? Zwei Unbekannte, die heimlich auf dem Fest gefickt hatten. Was weiter?

Er schritt die Treppe herunter, zurück zum Fest. Ich suchte die Toilette. Zehn Minuten später saß ich in der Parterreloge neben meinem Mann und hielt Händchen. Ich war erleichtert, innerlich befreit. Meinem Schwager begegnete ich an diesem Abend nicht mehr. Es war mir auch zu riskant bei ihm, dieses Spiel mit dem Feuer…

Dieses Spiel mit dem Feuer, dem ich trotzdem immer wieder verfiel, sobald ich dem Windbeutel begegnete, verdammt und zugenäht!

So wie jetzt, während ich durch die Wohnhalle stakte und er mich dabei unter gesenkten Lidern mit lüsternen Blicken maß. Natürlich reizte ich ihn auch, allen guten Vorsätzen zu Trotz.

Aber tu einer was gegen die kleinen Teufelchen in der empfindsamen Bauchhöhle!

Gelegenheit macht Diebe, und wenn man sowieso anfällig ist, dann ist es noch schlimmer. Mein Kleid war dünn, und ich hatte darunter bloß einen winzigen Slip an.

Wenn ich in die Sonnenstreifen trat, wurde es durchsichtig. Merkwürdige Männerwelt! Wenn man einen Bikini an hatte, war man doch viel nackter. Aber wenn sie der gleichen Frau unters Kleid schauen konnten, spielten sie verrückt!

Da Elena, meine langweilige Schwägern, uninteressiert in einer Illustrierten blätterte, die sie sich vor die kurzsichtigen Augen hielt und Antonio war viel zu beschäftigt mit seinen Akten, machte es mir Spaß, immer wieder durch die verräterischen Lichtstrahlen zu spazieren. Das Verlangen in dem Mienenspiel meines Schwagers genoss ich wie ein Schaumbad, in dem ich mich wollüstig räkelte… Mehr nicht!

Antonio konnte beruhigt sein. Ich wollte ihn nicht mit seinem eigenen Bruder betrügen. Dazu gab es genug andere Männer, risikolosere Möglichkeiten. Zum Beispiel die flüchtigen Seitensprünge alljährlich auf dem Frühlingsfest. Ich gönnte sie mir, weil sie ebenso rasch vergessen werden konnten wie eine Zufallsbekanntschaft im Internet — ich inserierte regelmäßig auf einer dieser zahlreichen Seitensprung-Plattformen.

Außerdem gab es noch Eisenbahnabteil und niemandem wehtaten. Und dann natürlich Onkel Hugo, der jüngere Bruder meiner Mutter, vierzig Jahre alt, Sportsgesicht mit Oberlippenbärtchen und auch sonst ein attraktiver Hirsch!

Seit meinem fünfzehnten Lebensjahr war ich seine heimliche Geliebte. Auch jetzt noch, als Ehefrau. Doch das ahnte niemand. Es war mein Tabu, mein Geheimnis.

Ich glaube an eine großzügig verzeihende, übermenschlich verständnisvolle höhere Gewalt, von der die irdischen Geschicke gelenkt werden. Und deshalb konnten seit jeher die tausend Teufel in mir ruhig tanzen. Meinen Glauben konnten sie nicht erschüttern. Die allmächtige Güte würde mir auch meinen liebestollen Sündenfall mit Onkel Hugo verzeihen!

Von diesem Onkel war jetzt die Rede, und das war es, was mich so nervös machte.

Hier, dieser hübsche Bungalow mit Garten und Privatstrand am See auf der einen Seite; auf der anderen Seite jenseits der Straße mit Werkstatthallen und Garagen mit zwanzig Sattelschleppern und ebenso viel mächtigen Anhängern – das alles, dieses umfangreiche und bisher sehr einträgliche Fuhrunternehmen, das die Fernlastzüge mit der pompösen Aufschrift: „Antonio Núñez, Spanien-Transporte“ in alle europäischen Länder rollen ließ, hatte der Fachmann Antonio nur schaffen können, weil mein Onkel, der in der nahegelegenen Großstadt ein florierendes Exportgeschäft besaß, das nötige Kapital dazu gegeben hatte.

Und nun schlug mein Mann verärgert auf den Stapel Aufträge und schalt: „Montcada, Montcada, Montcada! Der ganze Fuhrpark nichts als Transporte für die Montcada-Werke – nach Madrid, Porto, Mailand – dabei Leerfahrten zurück – und Preise, Preise! Wenn wir dafür weiterfahren, sind wir in einem Jahr pleite! Und Onkel Hugo liegt inzwischen unten am Strand und aalt sich, als ob nichts wäre, anstatt uns das hier zu erklären!“

Ich blieb stehen, ließ von rückwärts die Sonne zwischen meine Beine hindurch scheinen, genoss Miguels saugenden Blick und sagte: „Onkel Hugo hat Geld genug, um eine Pleite zu vermeiden!“

Miguel löste den Blick von meinen Beinen, tat gelangweilt und gähnte. „Wirklich? Hat er das?“

Mein Mann wandte sich mit einem Ruck seinem Bruder zu.

„Das klingt ja, als hättest du Zweifel! Und wenn ein Bankmensch so etwas sagt… also heraus mit der Sprache: Was weißt du?“

Miguels Jochbogen färbten sich rot. „Ich weiß gar nichts! Und wenn ich etwas wüsste, dürfte ich darüber nicht sprechen. Bankgeheimnis. Das ist doch klar. Ich kann nur sagen, was ich mir dabei denke: Vielleicht hat euer Onkel Hugo mit Montcada, mit dem er seit langem befreundet ist, andere Verbindlichkeiten, die er mit den Transportpreisen ausgleicht. Eine Hand wäscht die andere…“

„Aber das ist doch dann sein Geschäft, nicht meins!“, fuhr Antonio auf.

„Immerhin besitzt er achtzig Prozent aller Anteile deines Unternehmens!“, erinnerte Miguel. „Löse mindestens die Hälfte davon ab, dann kannst du so reden!“

„Das kann ich nicht — noch nicht, solange die neuen Sattelschlepper nicht bezahlt sind!“

„Na also!“ Miguel lehnte sich mit verschlossener Miene zu-rück. Das Thema schien für ihn erledigt.

Ich nahm meine Wanderung vor den Spiegelscheiben von neuem auf. Keinen Blick mehr für Miguel, der wieder glupschte. Die andere Sache gab mir Denkrätsel auf, und ich fühlte mich plötzlich unbehaglich dabei. Antonios Bemerkung von der Pleite hatte mich aufgestört. Bisher hatte ich Onkel Hugo für unermesslich reich gehalten. Nie war mir auch nur ein Gedanke gekommen, das alles hier, dieses Wohlleben in fast luxuriöser Bequemlichkeit ohne Geldsorgen, könnte eines Tages aufhören. Bisher war die allgemeine Ansicht, Onkel Hugos Kapital in Antonios Geschäft sei meine Mitgift gewesen, wenn das auch nirgends schriftlich niedergelegt war.

Mit einigem Recht fühlte ich mich daher zumindest als Mitinhaberin. Wenn Onkel Hugo das nun irgendwelcher dunkler Machenschaften mit Montcada wegen in Gefahr brachte… aber wieso eigentlich? Darüber müsste doch mehr zu erfahren sein, wenn es so war! Vielleicht ließ sich alles ganz harmlos erklären… doch wenn nicht? Klarstellen musste man es jedenfalls! Und wenn einer das konnte, dann Antonios Bruder Miguel!

Meine Augen wanderten wieder zu ihm, der betont gleichgültig vor sich hinsah, jedoch seine Augen nicht beherrschen konnte, sobald ich vor die Sonne trat.

Wenn ich ihn nur zu Informationen bewegen könnte! Mit der Bank, in der er Zweigstellenleiter war, arbeiteten sie doch alle… auch Montcada!

Ich kannte ihn gut, diesen unweit von uns auf einem prachtvollen Landsitz residierenden Herrn über ein Dutzend Industriebetriebe im In- und Ausland. Jaguar, Ferrari, eigenes Flugzeug — Dinge, die mich, seit ich ihm vor zwei Jahren in Onkel Hugos Gesellschaft begegnet war, nicht minder beeindruckten als seine starke Persönlichkeit. Lebemann nahe den Fünfzigern, hatte ich ihn gleich taxiert. Unverheiratet, gut gebaut, gesunder Mann von leichter Beweglichkeit und nonchalanten Manieren. Sicher hart und gediegen im Geschäft.

Aber auch ein Charmeur mit genau der Dosis lange Umwege scheuender, herrischer Männlichkeit, die sinnliche Frauen anzog und ihre sittliche Widerstandskraft lähmte, sobald die grauen Röntgenaugen unverschämt ihre Hüllen durchdrangen, dabei zu glitzern begannen, während den breiten, wohlgeformten Mund unter der kurzen, geraden Nase ein Lächeln verhaltener Siegesgewissheit umspielte . Logisch, dass es einmal zwischen uns eine kleine Episode gegeben hatte — abrupt angefangen und ebenso abrupt beendet. Den Beziehungen hatte sie nicht geschadet. Ein paar Male waren wir, mein Mann, Onkel Hugo und ich, mit ihm ausgegangen.

Er war es gewohnt, dass die Männer auf mich flogen wie die Motten ins Licht.

Bloß bei Montcada… jenes Fluidum, das ich ausstrahlte, auch wenn ich es nicht wollte… bei ihm gelegentlich mit boshafter Freude vielleicht doch wirken ließ. Kurzum: eines Abends beim Tanz erzählte er von seiner Villa auf der Insel Ischia. Und ob ich mich nicht langweile, wenn mein Mann oft zwei Wochen auf Tour sei? Das Haus stünde zu meiner Verfügung. Auch sein Privatflugzeug… in allen Ehren natürlich.

„Natürlich!“ hatte ich ironisch erwidert. „Und Sie würden ebenso natürlich dann nie dahin kommen!“

Er antwortete eher vage: „Ich habe oft in Italien zu tun.“

Ich meinte: „Aha.“ Sonst nichts.

Er: „Also?“

Ich, hohnvoll: „Also – nein! Hab’s schon erfasst und danke für die Blumen!“

„Und warum so spröde, meine Hübsche?“

Er war rasch von Begriff: „Spielt da die Kleinstadt eine Rolle?“

Zögernd hatte ich ihn angesehen. Verlockend, so ein reicher, attraktiver Fünfziger! Mit Siebzehn hatte ich mit einem Sechzigjährigen zwei unvergessliche Nächte in dessen Wochenendhaus verbracht.

Der Altersunterschied machte es also nicht. Montcada hatte Recht – die Leute in einer Provinzstadt – die notwendige Reputation einer verheirateten Frau – Überschrift: moralische Bedenken!

Verdammter Mist, wütete ich innerlich. Wenigstens lügen wollte ich nicht! Denn bei Montcada bedurfte es keiner Umwege, das hatte ich längst erkannt. Er hatte mich richtig eingeschätzt. Wozu also dem Jäger Täubchen vorspielen, wenn man bereits als räuberischer Falke ausgemacht war?

„Genau das ist es!“, erwiderte ich und zuckte resigniert mit den Schultern. „Sie wohnen mir zu nah – stehen zu sehr im Rampenlicht der hiesigen Öffentlichkeit!“

„Ich verstehe!“ Er lächelte amüsiert. „Aber sonst? Würden Sie…?“

Ich erklärte mit einem entwaffnendem Lächeln: „Komiker! Sie wissen es doch ohnehin! In diesem Kaff ist leider die Maske wichtiger als das Gesicht, daher keine Aussicht…“

„Okay, okay“, gab er zurück. „Sollten Sie dennoch einmal die Maske lüften wollen, für die nötige Diskretion könnte ich sorgen. Inzwischen bleibe ich Ihr ergebener Freund! Sollten Sie mal etwas brauchen – den Weg kennen Sie ja!“

Dabei war es dann geblieben. Auch bei dem herzlichen Einvernehmen, in dem wir uns später noch öfter in Gesellschaft begegnet waren.

Daran dachte ich jetzt, während ich über die Verbindung zwischen Montcada und Onkel Hugo grübelte, die für uns, wie die beiden Brüder andeuteten, so unerfreuliche Folgen haben konnte.

Ich musste herausbekommen, welcher Art sie war – was Onkel Hugo bewog, seine Macht als Geldgeber auszunutzen und dem reichen Montcada über Antonios Kopf hinweg ruinöse Vorzugspreise für seine Transporte einzuräumen – so wohlfeil, dass er seine eigenen Transportmittel sparen konnte

Und wenn Sie mal etwas brauchen… Ich hatte die Flüsterstimme im Ohr, spürte wieder Montcadas Körper an meinem beim Tanz. Er roch immer so gut. Mir wurde heiß in der Erinnerung! Wenn ich nun zu ihm ging? Ihn kurzerhand fragte? Möglich, dass er es mir sagte. Doch nicht, ohne dass ich den Preis bezahlte. Die Vorstellung, in seinen Armen, sein Mund an mir, seine Hände, Leib zwischen meine Schenkel drängend… die Vorstellung wühlte mein Blut auf und erschreckte mich zugleich!

Sicher nicht aus Züchtigkeit, oh nein!

Aber wenn ein Montcada ein Vögelchen fing, ließ er es nicht mehr so rasch los! Erst wenn es ihm passte. Und ich wollte nicht an der Kette liegen, auch nicht nur für eine kurze Zeit, in der sich die Leute die Mäuler zerreißen würden, weil man zumindest die Dienerschaft in jenem Schlösschen am Reden nicht hindern konnte!

Und wenn es dann gar nichts Bedeutsames war?

Eine lächerliche Bagatellangelegenheit, von Miguel nur wichtigtuerisch vernebelt? Ich blickte zu meinem Ehemann. Der Preis übler Nachrede war dann zu hoch.

Das konnte ich meinem Mann nicht antun. Und es am Ende nicht einmal mit einem Notstand erklären zu können Außerdem war ja auch noch Miguel da! Erst einmal aus ihm herausholen, was herauszuholen war! Dazu fühlte ich mich stark genug, wenn ich ihm nur ein wenig entgegenkam! Und mit diesem Wissen dann Onkel Hugo zur Rede stellen – wenn es überhaupt nötig war!

Ich atmete befreit auf. Das war vorerst der bessere Weg!

Entschlossen hielt ich in meiner Wanderung von neuem inne.

„Miguel!“, störte ich den Schwager auf, der, mit Blick auf mein Kleid unterm Nabel, wo die Sonne zwischen meinen Beinen hindurchschien, gewiss eher daran dachte, wie er mir demnächst den Slip ausziehen konnte, als daran, mit mir über Finanzen zu plaudern.

Somit musste ich ein wenig nachhelfen, so tun, als ob ich doch nicht ganz abgeneigt wäre, gegebenenfalls. Bewährtes Mittel: Lass spielen die Reize ohne Rücksicht auf Verluste! Und da Keuschheit seit jeher für mich ein Fremdwort war, saß der Fisch rasch an der Angel, als ich näher an ihn herantrat, die Beine noch immer von der Sonne durchleuchtet, breit auseinanderstellte und ihm dabei verschmitzt zwinkernd kurz die Zunge herausstreckte. Er begriff, dass ich bemerkt hatte, wohin er schaute, und grinste.

Rascher Blick zu seiner Frau, die jedoch nach wie vor die Illustrierte vors Gesicht hielt. Dann zu Antonio, der unbeteiligt zum Fenster hinaus starrte und mit den Fingern auf die Akten trommelte. Dann sah er mich an, und in seinen Augen blitzte freudige Erwartung auf.

„Ja? Wollen wir jetzt endlich ein wenig Bootfahren? Elena mag sowieso nicht – und Antonio hat heute wohl andere Sorgen…“

„Stell dir vor, ich auch!“, gurrte ich, erfreut, dass er so rasch anbiss. „Vielleicht nachher. Zuerst aber möchte ich von dir gerne wissen, was du vorhin gemeint hast mit Onkel Hugos Verbindlichkeiten gegenüber Montcada.“

Er sackte im Sessel zurück. Missmutige Miene. „Also ich weiß doch wirklich nichts!“. murrte er. „Es war nur eine Vermutung…“

„Papperlapapp! Du weißt mehr!“

Ich blickte rasch zu Antonio und Elena. Lage unverändert. Also breiterer Angriff! Ich trat zu ihm, neigte mich, beiderseits von ihm mit den Armen auf die Sessellehnen gestützt, tief über ihn. Ich wusste genau, was ich damit anrichtete! Aber alles in der Welt kostet etwas – und das hier war mir nie schwergefallen.

Mein Kleid hing durch. Er konnte im Ausschnitt meine nackten Brüste sehen und zwischen diesen hinunter bis zum knappen, weißen Nylonslip, durch den mein schwarzer Schamhaarstreifen schimmerte!

Seine Augen wurden dunkel vor Begehrlichkeit. Wie immer bei solcher Fleischbeschau begann meine Haut wollüstig zu prickeln. Ich ließ ihn schauen.

„Sag mir’s bitte!“, lockte ich. „Dann fahr ich mit dir auch Boot!“

Süße Verheißung! Wenn ich mir nachher irgendwo da draußen von ihm zum Lohn die Hose ausziehen lassen musste – na wenn schon! Jetzt wollte ich es wissen! Und so unangenehm war mir die Aussicht gar nicht einmal! Natürlich – Gewissensfrage. Aber ich half ja Antonio damit. Das beruhigte.

„Nun, Miguel?“

Doch der liebe Miguel schaute sich nur die Augen aus, und sein Mund verzog sich. Zu mehr reichte offenbar sein Gehirnschmalz nicht.

„Vielleicht Börsenspekulationen“, stotterte er endlich matt. „Gott ja, die beiden spekulieren zusammen an der Börse. Möglicherweise sind daraus für deinen Onkel Verpflichtungen entstanden…“

„Möglicherweise, möglicherweise!“, äffte ich wütend nach. „Sind sie nun, oder sind sie nicht? Das hieße doch, dass Onkel Hugo kein Geld mehr hat, wenn er welches bei Montcada leiht!“

Er wand sich wie ein Aal und stierte dabei auf meine Nacktheit.

„Ich weiß es doch nicht – glaub mir doch!“

Ich verharrte noch eine Weile. Doch er sagte nichts mehr. Ratlos warf ich über die Schulter einen Blick zurück zu Elena. Ich registrierte verblüfft, dass sie ihre Illustrierte hatte sinken lassen und meinen Körper von rückwärts betrachtete.

Aber wie!

Beim Vorbeugen hatte sich mein Minikleid hochgezogen. Sie sah sicher den Slip, die halb entblößten Pobacken, die sich dunkel abzeichnende Scham – und ihre dünnen Lippen hatten sich leicht geöffnet, sie befeuchtete sie mit raschem Züngeln, und ihre Porzellanaugen waren glasig hervor gewälzt!

Schau, schau, durchfuhr es mich blitzartig. Etwas ganz Neues. Ist das Gänschen vielleicht gar keins? Nur verklemmt, weil heimlich lesbisch? Oder bisexuell… das ergäbe dann neue Aspekte gegenüber meiner Schwägerin! Solche Frauen mochte ich – mal sehen! Verwirrt richtete ich mich auf.

Aus Miguel war doch nichts mehr herauszuholen. Sinnend betrachtete ich Elena, die wieder ihre Illustrierte aufgenommen hatte, jetzt rosig angehaucht im Gesicht. Wenn die so war, und ich sie umgarnen konnte – vielleicht holte sie aus ihrem Mann mehr heraus! Doch abwarten. Nichts übereilen. Inzwischen mal bei Onkel Hugo das Gelände abtasten. Einiges wusste ich ja schon. Börsenspekulationen mit Montcada. Onkelchen würde sich wundern.

„Du bist ein Ass!“, fertigte ich Miguel mit einer verächtlichen Handbewegung ab und wandte mich um. „Ich gehe jetzt baden!“

„Ich komme mit!“ Miguel wollte sich erheben.

„Du bleibst hier!“, wies ich ihn zurück. „Ich habe mit Onkel Hugo zu reden. Allein!“

„Du wirst doch nicht…?“

„Keine Angst!“, höhnte ich. „Dein >Bankgeheimnis< ist mir heilig, du Memme!“

Elena ließ ein boshaftes Kichern hören. Miguel lief rot an. Antonio rief mir nach: „Frag ihn doch bitte – diese unmöglichen Frachtraten…“

Mich kotzte das plötzlich alles an. Ich sollte es am Ende ausbaden, weil die Männer Angst vor der eigenen Courage hatten. Antonio jammerte auch nur hinter Onkel Hugos Rücken und scheute die barschen Managermanieren, die dieser hervorkehrte, sobald es um Geschäfte ging. Und Miguel bangte um seinen Job, statt im vertrauten Familienkreis mit vertraulichen Informationen zu helfen.

Und Onkel Hugo? Vielleicht war er wirklich nicht ganz sauber! So sicher war ich mir da nicht nach meinen Jugenderfahrungen mit ihm. Für mich waren sie damals vergnüglich gewesen. Aber wenn das nun auf meine Kosten gehen sollte…

Spekulant! Na warte! Wenn ich dir auf die Schliche komme!

„Quatsch!“, konterte ich meinem Mann. „Keine Suppe wird so heiß gegessen, wie sie gekocht wird!“

Ich winkte freundlich in die Runde, verließ das Zimmer und knallte die Tür hinter mir zu.

Am Treppenaufgang auf der untersten Stufe saß Óliver, der sechzehnjähriger Sohn meines Mannes aus seiner ersten Ehe.

„Puh“, stöhnte er. „Ist es da draußen heute heiß! Hier im Haus kann man sich wenigstens abkühlen!“

Sein sommersprossiges Gesicht mit dem weichen, noch unfertigen Knabenmund war zu mir aufgehoben, und die graugrünen Augen hatten einen treuherzigen Blick, während sie langsam an mir herunter glitten und wieder hinauf.

„Krach da drinnen, Mama?“

Er nannte mich Mama, obwohl ich nur seine um sechs Jahre ältere Stiefmutter war, ihm als solche keinen Respekt abgewinnen konnte. So hatten wir uns auf Freundschaft geeinigt. Schon gleich zu Beginn, als ich mit Neunzehn seinen Vater heiratete, und er dreizehn war. Ein kluger, aber auch gerissener Junge! Das besonders, wenn es darum ging, seine lüsterne Neugier zu befriedigen.

Ich hatte von Anfang an zu tun gehabt, mich an Fenstern, halboffenen Türen und Schlüssellöchern vorzusehen, wenn ich nicht wollte, dass er mich bei allzu intimen Verrichtungen belauschte. Nicht immer gelang mir das. Und gelegentlich amüsierte es mich sogar zu wissen, dass er irgendwo im Verborgenen lauerte!

So wurde mit der Zeit ein neckisches Spiel daraus, bei dem beide Teile so taten, als wisse der eine nichts vom anderen. Er hatte sein Vergnügen und mich reizte es, so ein Grünzeug ein wenig aufzuputschen. Die Rolle einer scheinbar ahnungslosen Wichs-Vorlage machte mir Spaß. Einen erregenden Spaß, der im müden Alltag der Ehe mein Blut prickeln machte wie Sekt. Auch wenn es in Grenzen blieb, wofür ich schon sorgte.

Also ließ ich ihn eben manchmal, wenn es gerade ging, zugucken – hinter der Tür versteckt, wenn ich mich umzog, am Seeufer hinterm Gebüsch, wenn ich zum Sonnen das Oberteil des Bikinis abknöpfte. Mehr nicht.

Obgleich es mich offen gestanden, je älter der Knabe wurde, nach mehr juckte und ich unter anderen Umständen gewiss keine Skrupel gehabt hätte. Aber dies hier war ein kleinbürgerliches Milieu mit engstirnigen Verhaltensmaßregeln – und Stiefsohn und Stiefmutter – igitt, igitt!

Zum Glück war Óliver im Internat und kam alljährlich nur zu den großen Feiertagen heim, sowie zu Beginn und Ende der Ferien, jeweils für zwei Wochen. Wie jetzt.

Ich strich ihm über die dunkelblonde Haartolle und lachte.

„Nein – kein Krach – bloß eine kleine geschäftliche Auseinandersetzung. Ich geh mich jetzt umziehen und zum See, etwas Sonne tanken.“

Er umfasste mich im Sitzen und legte seine Wange an meine Beine.

„Fein – kann ich mitkommen?“

Mit dem Gesicht an meinem Oberschenkel schielte er mir unters Minikleid. Sicher hatte er mein fast durchsichtiges Höschen direkt im Blick – Schlingel! Von dem begehrlichen Blick funkte es in meine Lustregion. Aufgeheizt stellte ich das eine Bein eine Stufe höher und – ließ ihn schauen.

Dann zuckte es mir in den Lenden, und ich riss mich los. Krächzte ein in der Erregung überlautes Lachen.

„Halt mich nicht auf! Begleiten kannst du mich nicht. Ich will mit Onkel Hugo alleine etwas besprechen.“

„Hey, Onkel Hugo? Prima Ausrede!“, giftete der Junge. „Ich war eben unten — aber dort ist kein Onkel Hugo! Der ist nicht da!“

„Er ist dort, verlass dich drauf!“, erwiderte ich und lief rasch die Treppe hinauf, von seinem saugenden Blick zwischen meine wirbelnden Beine verfolgt.

Wo ich Onkel Hugo zu suchen hatte, wenn er aus der Stadt zum Baden herauskam, wusste ich. Nicht am Strand. Sondern an unserer geheimen Stelle im abgelegenen Schilf – hier kannte sie keiner, und das war gut so. Besonders für die vertrauliche Unterredung, die ich heute vorhatte!

Oben im Schlafzimmer zog ich hastig das Kleid über den Kopf und streifte den Slip ab. Ich stellte mich am Fußende des Ehebetts vor den hohen Spiegel in der Schranktür und unterzog mich einer kritischen Musterung.

Mundwinkel, Kinn, Wangen, dann die Augenlider – Gott sei Dank noch kein Fältchen in dem schmalen, vorn schulterlang sich wellenden pechschwarzen Haar umrahmten Gesicht. Es war auch keine Müdigkeit in den großen rehbraunen Augen zu sehen. Bloß der breite Mund mit sinnlich aufgeworfenen Lippen mochte Kenner ahnen lassen, dass ich nicht ohne sündige Erfahrungen war. Auch der Körper ohne Falte, makellos schlank und langbeinig.

Ein junges Mädchen mit starken, prall nach oben gewölbten Brüsten, deren braune Nippel breit umrandet waren von hellen Monden. Ich rieb sie ein wenig in den Handflächen und erschauerte wohlig unter dem Reiz, der von den hart hervortretenden Knospen in meinen Leib zuckte.

Dann strich ich mit einer Hand hinunter auf den flachen Bauch und zum schwarzen kurzrasierten Schamhaarstreifen. Ich rieb über meine erregte Klitoris und spürte heiße Blitze, die durch meinen zitternden Körper rasten.

Und dann brach ich in ein Kichern aus. Wenn die beiden, Óliver und mein Schwager, mich jetzt so sehen könnten, sie gäben viel dafür!

Schade eigentlich, das alles zu bewahren lediglich für einen Mann, der nichts anderes im Sinn hatte, als mir ein Kind zu machen als Hauptprodukt seiner ohnehin immer seltener zu-Tage tretenden Lust!

Denkste! So weit kommt das noch, mein lieber Mann! Wozu gibt es die Pille? Lieber geh ich ins Kloster. Oder werde Callgirl!

Mit diesem Gedanken hatte ich sowieso schon öfter gespielt – Lust mit Geschäft verbinden! Unter diesem Gesichtswinkel war es vermutlich doch unklug gewesen, beim letzten Frühlingsfest mit einem Fremden zu ficken, anstatt mit Miguel!

Zum Teufel mit den Bedenken, ich war ja schon völlig gehemmt und verbiestert!

Antonio hätte doch nichts davon erfahren, und ich hätte jetzt Miguel in der Hand! Ich hätte ihn, der jeden Skandal scheute, zwischen zwei Nummern leicht dazu gebracht, auszuspucken, was ich wissen wollte!

Der Gedanke erregte mich. Ich grätschte die Beine, presste mit den Fingern die Scham auseinander und spielte an mir. Während ich mich im Spiegel betrachtete, stöhnte ich seufzend: Bankgeheimnis!

So eine Flasche! Wenn ich das hier vor ihm machte, würde er, der Bock, rasch begreifen, wo der Tresor für sein Geheimnis war!

Ich wichste mich rascher, härter, mit allen fünf Fingern, und stellte mir vor, einer schaute mir dabei zu… Miguel, Óliver, egal wer. Ich konnte ihre gierigen Gesichter sehen, ihre steife Schwänze in den Händen… ich begann zu stöhnen und schob den Bauch vor.

Dann wurde ich von einem sensationellen Höhepunkt durchflutet!

Ich ließ es kommen und fing mit der Hand den Quell auf, der aus mir brach. Zitternd sank danach auf den Bettrand.

Warum zauderte ich eigentlich so sehr, wieder das Doppelleben aufzunehmen, das ich vor meiner Ehe so ausgezeichnet zu führen verstanden hatte?

Ein zartes Pflänzchen für alle Außenstehenden.

Heimlich jedoch eine sexgierige Nutte!

Wenn ich mich zum Beispiel einmal von Miguel so überraschen ließe, wie ich jetzt dasaß, nackt und die Hände in unzweideutiger Absicht zwischen den Schenkeln scheuernd… Gelegenheiten, einen solchen „Zufall“ herbeizuführen, gab es in diesem Haus genug… und wenn es dann passierte… überwältigte Unschuld!

Was konnte ich dafür?

Auf solche und ähnliche Weise hatte ich schon ganz andere Männer kirre gemacht!

Damals — in Onkel Hugos Villa…

Natürlich war ich auch damals schon ein Früchtchen. Schon als mich Onkel Hugo als Fünfzehnjährige aus dem Internat holte und zu sich nahm.

Das hatte bereits in meiner Kindheit begonnen. Früh erwachten meine Triebe, früh die Sinneslust – in welchem Alter ich das wollüstige Vergnügen entdeckt hatte, mich zwischen den Beinen zu streicheln, weiß ich heute nicht mehr. Aber es muss sehr früh gewesen sein. Denn mit zehn lehrte ich es bereits eine gleichaltrige Freundin und tat es mit einem bemerkenswerten Mangel an Schamgefühl auch vor ihrem zwei Jahre älteren Bruder, den wir damit zum Mitmachen animierten.

Wenn ich mich recht entsinne, ergriff damals schon die schwüle Freude an der exhibitionistischen Darbietung mit Macht von mir Besitz. Dazu kam, dass ich bald wie versessen darauf war, am männlichen Lustwerkzeug die Stadien sexueller Erregung zu verfolgen, ich mit der Hand selbst zu steuern und mich am Ende an der manuell herbeigeführten Lustbefriedigung optisch zu ergötzen. Zunächst bei dem kleinen Jungen. Später auch bei älteren. Wobei es mir nichts mehr ausmachte, wenn mehrere gleichzeitig sich mit mir auf diese Weise vergnügten, andere ebenso sexgierige Gören sich hinzugesellten.

Was dazu rührte, dass die unzüchtigen Spiele mit der Zeit zu richtigen kleinen Orgien wurden. Zur Sommerszeit irgendwo im Gebüsch oder in Gartenlauben. Im Winter in versteckten Winkeln auf dem Hausboden oder in Kellern. Schamlose Enthüllung voreinander, Berührung mit den Händen, stöhnende Lust der aneinander gepressten, entblößten Leiber.

Mit Zwölf verlor ich bei einer solchen Gelegenheit fast unbemerkt meine Unschuld. War mit Dreizehn ein ausgekochtes Luder – und galt dennoch bei allen Erwachsenen als „braves Kind“!

Denn zu alledem kam bei mir eine andere, recht glückliche Veranlagung, die mir auch später in allen Lebenslagen sehr zustatten kam. Die Veranlagung nämlich, mich der jeweiligen Umgebung formvollendet anzupassen und wie eine perfekte Schauspielerin jeweils die Rolle zu spielen, die von mir erwartet wurde.

So war ich schon als Kind im häuslichen Milieu und in der Schule ein braves Mädchen, züchtig und fromm, das fleißig lernte und zu keinen Klagen Anlass gab. Außerhalb dieses Bannkreises war ich jedoch eine Range, ausgelassen und lüstern, skrupellos und verwegen.

Ich hatte somit mehr als zwei Gesichter – von der naiven Unschuldslarve bis zum wissenden Gesichtsausdruck einer verschlagenen Göre, die heimlich ihre eigenen Wege ging. Auch das war naturgegeben. Weder frühzeitige Erkenntnisse noch schlimme Erfahrungen hatten mir diese Verwandlungsfähigkeit beigebracht. Sie entfaltete sich ganz von selbst, sobald ich darauf kam, dass es immer die verbotenen Früchte sind, die am besten schmecken.

Man muss es nur so einrichten, dass man dabei nicht erwischt wird und es nachher auch keiner sieht, wenn man sich an ihnen insgeheim ergötzt hat. Es ist stets am klügsten, so zu tun, als wisse man gar nicht, dass es sie gibt, die süßen Früchte. Hemmungen aus kindlicher Empfindsamkeit gegenüber der sorgenden Umwelt? Nonsens! Man kann Kinder in Angst versetzen, verschrecken oder mit Verhätschlungen eine Weile ablenken von ihren angeborenen Gelüsten. Aber irgendwo ist die Grenze.

Dahinter sind sie wieder die gefährlichen kleinen Realisten, die früher oder später mit Zähnen und Klauen losgehen, um sich die insgeheim gehegten Wünsche zu erfüllen!

So eine kleine Realistin mit frühreifen Erfahrungen, defloriert und dennoch mit dem blanken Unschuldsblick eines reinen Engels war ich, als mein Vater eines Tages auf der Autobahn tödlich verunglückte und meine liebe Mama sich nach dem Schock außerstande erklärte, mich weiterhin zu betreuen.

Sie verreiste und überantwortete mich ihrem Bruder Hugo, einem mit irdischen Gütern reich gesegneten Junggesellen. Der dann auch den elterlichen Haushalt flugs auflöste und mich kurzerhand in ein vornehmes Internat steckte.

Ich war eine knusprige, mit allen Merkmalen sinnlicher Anziehungskraft wohl ausgestattete schwarze Hexe, langbeinig und hochaufgeschossen.

Kein Wunder, dass die elfenhaft zarte silberblonde Inés, mit der ich das Zimmer teilte, mich sofort in ihr Herz schloss.

„Also ja!“, nickte er. „Wollen wir dann nicht mal… jetzt, wo wir so schön ungestört sind…“

Seine Stimme klang gepresst, und er reizte durch den dünnen Kleiderstoff unsere Brustwärzchen mit den Fingernägeln. Er hatte auch nicht viel an, nur eine kurze Hose und kein Hemd. Die Berührung mit seinem nackten, nussbraunen Oberkörper und das Fingerspiel an meiner Brust jagten mir Funken ins Blut.

Inés ging es ebenso. Ich sah die unverhüllte Gier ihr Gesicht röten. Plötzlich lachte sie hell auf.

„Frech bist du gar nicht, wie?“ prustete sie. „Und außerdem mutest du dir nicht zu viel zu? Gleich mit zwei Mädchen!“

„Keine Angst – auch mit dreien!“, prahlte er.

„Angeber“ belustigte sie sich.

„Solche wie dich kennen wir – wir haben nämlich schon gepimpert, Lucia und ich!“

„Nicht mit dem da!“, erklärte er und ließ uns los.

Er öffnete seine Hose, ließ sie fallen und stand nackt zwischen uns. Aus dunklem, gekräuseltem Haarkranz stand ihm schräg nach oben ein Lustspender von beträchtlichen Ausmaßen. Die rote Spitze stand aufgerichtet wie ein Drachenkopf. Ein Teeny – und doch schon ein ausgewachsener Mann!

Inés fasste ihn staunend an. Ihre Miene veränderte sich.

„Mensch – eine Wucht!“, seufzte sie überwältigt. „Lucia, schau mal!“

Sie rieb seinen Pint mit ihren kleinen Händen, während Raúl daraufhin kurzerhand ihr Kleid hochriss, den Schlüpfer herunter zerrte und ihr zwischen die Beine griff. Sie stellte sie auseinander, legte ihm zugleich den linken Arm um den Hals und drängte sich an ihn. Mit schmatzenden Zungen küssten sie sich und spielten dabei wollüstig aneinander.

Gereizt schaute ich zu, schob meine Hand in den Slip und machte es mir selbst. Es kam mir fast sofort. Die Wildheit stieß mir ins Hirn, schwappte heiß zurück in den Unterleib und spülte letzte Hemmungen hinweg.

„Das könnt ihr mit mir nicht machen!“, keifte ich und streifte das Höschen ab. „Das halt ich nicht aus…“

Mit einem Satz schwang ich mich auf die Tischkante mitten in die Schnittblumen, raffte mein Kleid, hob die Beine und spreizte sie weit. Ich zog meine schwarz behaarte Muschel mit beiden Händen auseinander und winselte: „Komm, Raúl – komm schon! Ich will es!“

Beide stierten atemlos in mein heißes Paradies, und Inés stieß Raúl an.

„Prima, Lucia – du zuerst!“, dann, zu Raúl gewandt: „Fick sie, Raúl, aah… fang doch endlich an.“

Sie drängte ihn zwischen meine Schenkel und führte selbst seinen Schweif an meine Öffnung. Ich juchzte bestürzt auf, als der dicke Knüppel in mein heißes Loch eindrang.

Mein erster erwachsener Mann!

Doch den leisen Schmerz betäubte sofort die maßlose Wonne, als er in mir hin und her zu gleiten begann. Ich warf mich dumpf heulend zurück, rückwärts auf die Ellenbogen gestützt und die Beine aufgestellt.

Ich spürte die kleine Hand von Inés an der schwingenden Lustpumpe und sah ihre Augen lodern – und gerade das, dieses gierige Zuschauen, während ich in Wonne schwamm, peitschte wie immer meine Sinne doppelt auf!

Ich kam und kam wieder, sang Arien der Lust, stöhnte, wimmerte und bäumte mich schließlich keuchend auf, als es in mich schoss.

In diesem Augenblick aber lag schon Inés neben mir auf dem Tisch und zog meine Hand zwischen ihre Beine.

Raúl wechselte von mir zu ihr. Stöhnend umhalste sie mich, während der Bursche zwischen meinen Fingern in sie eindrang und sie wild zu stoßen begann, bis auch sie vor Wonne krächzte und meine Hand und Raúls pumpende Latte überschwemmte, während er in ihr explodierte…

Von da an taten wir es an jedem Tag — wenn wir zur Gartenarbeit eingeteilt waren.

In den stillen Stunden des Nachmittagsschlafs bestand keine Gefahr, dass uns eine Aufsichtsperson überraschte, und die anderen Mädchen hielten sich zum Glück für zu „fein“, sich die Hände mit Gartenerde zu beschmutzen.

So blieben wir in der schummerigen Tiefe des Treibhauses, in dem die vom Blütenduft schwere Luft die Sinne noch mehr anheizte, ungestört. Raúl brachte schon am zweiten Tag Decken mit, die er auf dem Boden ausbreitete.

Wir zogen uns aus und tanzten splitternackt zur Musik des leise gestellten CD-Players. Wir ließen uns auf die Decken sinken, spießten uns, bald die eine, bald die andere, stöhnend auf Raúls unersättlichen Speer. Wir zeigten uns völlig schamlos. Meine Ausbildung in geschlechtlicher Zügellosigkeit nahm dabei ihren Fortgang.

Was ich bisher noch nicht gekannt oder getan hatte, lernte ich jetzt. Kniend von hinten mich stoßen lassen, während Inés auf einem Stuhl vor mir die Schenkel spreizte und ich ihre Muschel mit Lippen und Zunge zum Quellen brachte.

Raúl auf dem Rücken und ich über seinem Gesicht hockend, seine Zunge an mir spielend – mir gegenüber Inés auf seinem Mast hüpfend – wir umarmten uns dabei und rieben unsere Brüste aneinander.

Selige, unsagbare Wonnen in allen Stellungen!

Und bei allem der Hochgenuss, dass immer der eine dem anderen zuschaute, mit heißen Augen teilnahm, mit gierigen Händen befühlte und damit die Ekstase in schwindelnde Höhen trieb.

Unbekümmerte Schamlosigkeit war Trumpf!

Weil Raúl es gerne sehen wollte, rieben wir uns vor ihm, machten es uns gegenseitig, ließen es vor seinen Augen kommen – bis er wie ein wilder Stier aufbrüllend über uns herfiel.

Wir mochten es auch, als er zuerst Inés, dann mir das Ding zwischen die Lippen drängte. Es war geil, wir lutschten und saugten abwechselnd an seinem mächtigen Schwanz, schlürften das Sperma, das uns wie Austernsaft in die Kehlen schnellte.

Bei einer solchen Gelegenheit, bei der wir, fast besinnungslos in maßloser Hitze, nicht mehr auf unsere Umgebung achteten, geschah es dann:

Ich hatte, über Raúls Unterleib kniend, seinen Pflock in mich gerammt, sein Kopf war gleichzeitig zwischen Inés Schenkel geklemmt, die Zunge schnalzte unter ihrem Goldhaar – da sah ich es!

Im Mittelgang zwischen Agaven und blühenden Kakteen stand eine der kleinen Schülerinnen aus den Unterklassen und schaute uns mit aufgerissenen Augen zu!

Der Schreck lähmte mich. Ein Aufschrei – Da ist wer! Wir fuhren auseinander und sprangen auf. Aber die Kleine war bereits entwischt. Wir sahen bloß noch ihr helles Kleid auf dem Pfad zum Haus zwischen den Sträuchern entschwinden.

Es herrschte zwischen uns ein angstvolle Ernüchterung, und eine kleinlaute Rückkehr ins Internat.

Würde die Göre uns verpetzen?

Eine Stunde später wussten wir es. Sie hatte. Es gab einen Aufruhr im Haus. Vorführung bei der Direktorin. Unnötig wiederzugeben, was wir zu hören bekamen. Bei uns Krokodilstränen, zerknirschte Reue. Aber es half alles nichts.

Der Schuldspruch lautete: Ab von der Schule!

In dieser Nacht schliefen wir getrennt und eingeschlossen in Einzelzimmern. Am nächsten Vormittag erschienen Inés telefonisch herbeizitierte Eltern und beförderten die Freundin mit Ohrfeigen ins Auto, das sie ohne Abschied von mir entführte.

Ich habe sie nie wiedergesehen.

ich wurde mittags von Onkel Hugo abgeholt.

Er war groß, schlank und nach wie vor elegant. Er beherrschte die Situation mit unnachahmlicher Überlegenheit. Kein Palaver und auch keine Ohrfeigen.

Im Gegenteil!

In seinen Augenwinkeln schien mir ein amüsiertes Spottlächeln zu nisten, als er mich wortkarg von der wutschnaubenden Schulleiterin übernahm und samt Gepäck in dem großen Kabriolett verstaute, dessen Verdeck an diesem schönen Tag zurückgeschlagen war. Stumm und kleinlaut saß ich neben ihm, während wir gemächlich durch die bewaldete Hügellandschaft rollten.

Milde Luft umfächelte mich, der Duft von reifendem Getreide und würzigem Nadelholz. Es war eine zauberhafte Landschaft. Aber ich sah nicht viel davon.

Ich schickte vielmehr immer wieder furchtsame Blicke von der Seite zu Onkel Hugo. Was hatte er mit mir vor? Kam das dicke Ende erst noch?

Doch er pfiff nur ein Liedchen, trommelte dazu im Takt mit den Fingern auf dem Steuerrad, sah dabei mit unergründlicher Miene vor sich hin und äußerte sich nicht.

Offenbar wollte er mich schmoren lassen. Auch gut! Trotz regte sich in mir. Schließlich war ich kein Kind mehr! Aber gerade in diesem Augenblick, in dem ich mich mit widerspenstigen Gefühlen zu wappnen versuchte, brach er mit vieldeutigem Schmunzeln das Schweigen. Ohne den Blick von der Straße zu nehmen fragte er: „War es wenigstens schön für dich?“

Was für eine Frage! Schwer zu beantworten, so zwischen Furcht und Hoffnung bebend. Und weil ich mit Fangfragen der Erwachsenen bereits Erfahrung hatte, verschanzte ich mich flugs hinter Weltschmerz. Ich begann an Stelle einer Antwort herzzerbrechend zu schluchzen.

„Ach, Onkel Hugo!“, seufzte ich und wischte mir die Tränen mit einem Taschentuch ab. Rührte ihn das Theater? Es rührte!

Nur noch die linke Hand am Steuer, legte er den rechten Arm um mich und zog mich an sich, innerlich frohlockend schmiegte ich mich an ihn. Ich war dem Bruder meiner Mutter ja schon als Kind sehr zugetan gewesen, fast mehr als meinen Eltern.

Jetzt beglückte mich die zärtliche Geste, die alles nur noch halb so schlimm erscheinen ließ. Meine Tränen versiegten unter Onkels beschwichtigendem: „Na, na — nicht weinen! Kein Grund dazu!“

Und als er wissen wollte, ob ich mich denn in Raúl etwa verliebt hätte, konnte ich schon wieder auflachen und erheitert die schwarze Haarmähne schütteln.

„Ich – verliebt?“, prustete ich. „In den? Wo denkst du hin, Onkel Hugo!“

Seine Hand streichelte meinen Arm, meine Schulter.

„Dann ist es ja gut – sehr gut sogar!“, sagte er. „In deinem Alter soll man so etwas auch nie aus Liebe tun, weißt du? Nur aus Spaß an der Sache – und Spaß hat es dir doch gemacht, ja?“

Mit ungläubigem Staunen blickte ich zu ihm auf. Was redete er da? Das war ja wie ein Freibrief! Wenn er fand, dass es kein Beinbruch war, dass ein Mädchen wie ich sich pudern ließ, vorausgesetzt allerdings, dass keine Liebe dabei war… bloß die sündige Lust… dann nahm er es also gar nicht übel?

Billigte er es vielleicht sogar! Super! Das änderte natürlich die Sachlage!

Meine Gedanken begannen zu wirbeln. Umso mehr zu wirbeln, als ich gleichzeitig stutzig wurde. Sein rechter Arm um meinen Hals, die Hand baumelte über meine Schulter hinunter – jetzt glitt sie tiefer, berührte wie zufällig meine rechte Brust… Zufall? Ich hatte, dem ernsten Anlass des zu erwartenden Strafgerichts angemessen, am Morgen ein knielanges Schulkleid aus dunkelblauer Wolle angezogen, unter dem die Formen züchtig verborgen waren.

Es bedurfte schon eines festen Griffs, um sie darunter zu ertasten. Und siehe da, mein lieber Onkel zögerte nicht lange. Erkundete sacht mit den Fingerspitzen und griff dann fest zu. Die Hand wölbte sich um meine Rundung, drückte sie frech! Schwarzer Verdacht dämmerte auf, zündete einen Funken in mir. So war das also!

Ich musste innerlich kichern. Ob das vielleicht die „Strafe“ sein sollte – wenn schon Raúl, dann auch er – nur so, aus Lust, nicht aus Liebe?

Das dreiste Spiel an meinem Busen war wie eine Anfrage – war ich willig? Oder entzog ich mich ihm?

Schließlich ein älterer Herr – und ich ein Teenager – außerdem die eigene Nichte!

Die plötzliche Erkenntnis, was hier gespielt wurde, stieg mir brausend zu Kopf. Quatsch, älterer Herr – ein strammer Vierziger! Ich war schon immer neugierig gewesen, wie so einer fickte.

Und eigener Onkel? Na wenn schon! Mann blieb Mann! Wenn das also der Preis dafür sein sollte, in kein anderes strengeres Heim zu kommen, wie ich insgeheim befürchtet hatte, nur zu!

Schnurrend wie ein Kätzchen schmiegte ich mich an ihn, spannte zugleich die Brust nach vorn, drängte sie in seine Hand.

„Und du bist mir auch gar nicht böse, Onkel?“, bibberte ich.

Die Brustwarzen waren jetzt so hart, dass er sie durch den Stoff Rillen musste. Ich rieb sie an ihm.

„Sag es, bitte!“, flehte ich.

Wir fuhren durch einen dichten Wald, und er lenkte den Wagen plötzlich in eine schmale Waldschneise und hielt im Unterholz an. Er stellte den Motor ab und wandte sich mir zu.

„Dummchen“, sagte er, bog meinen Kopf zurück und küsste mich. „Wegen so etwas werde ich dir nie böse sein, merke dir das! Besonders, wenn du mich auch ein wenig magst…“

Die Hand glitt von meinem Busen hinunter auf die Beine. Er strich über dem Kleid am Oberschenkel hinunter zum Knie.

Ich warf ihm die Arme um den Hals. Gewonnen! jubelte ich innerlich.

Ich küsste ihn heiß und keuchte dazwischen: „Ich mag dich doch, Onkel… hach…“

Die Hand glitt vom Knie hinauf unter den Rock. Ich hatte schwarze Nylons mit Strumpfhaltern. Als mein Onkel die nackte Haut über dem Strumpfband streichelte, wurde ich stutzig.

„Wirklich?“, fragte er.

„Ja, ja!“, röchelte ich. „Ich bin doch deine Nichte, daher kannst du mit mir machen, was du willst… nur… kann ich dann ganz bei dir bleiben? Muss ich nicht mehr in ein Internat?“

Er schnaufte. Die Hand kletterte höher.

„Klar, Kleines! Bleibst bei mir – wirst es schön haben… willst du?“

Was für eine blöde Frage!

„Klar will ich!“, ächzte ich. „O-ooohhhh, Onkel, ich bin ja sooo froh… mmmmhhhaaa!“

Ich tanzte auf seiner Hand. Er drückte auf einen Knopf am Sitz und die Lehne klappte zurück. Ich sank auf den Rücken, und er streifte mein Kleid hoch. Er zerrte mein Höschen herunter, und ich hob mich ein wenig an, um ihm zu helfen. Nun hatte ich nur noch den schmalen Strumpfbandgürtel um die Hüften und war vom Nabel abwärts bis zu den Nylons nackt.

Er spreizte meine Beine und betrachtete mich.

„Du bist so schön, kleine Nichte… deine Fotze ist geil…“

Diese Worte erzeugten ein wohliges Schauern, stöhnend wand ich mich unter seinen Blicken. Da beugte er sich über mich und küsste mich.

Über uns die grünen Baumkronen, ringsum dichtes Gebüsch. Ich sah nichts mehr. Die Umwelt versank. Nur die roten Wolken eines wahnsinnigen Genusses umwobten mich, während ich die Arme hinter seinem Rücken verschränkte und fassungslos stammelte:

„Das – ist herrlich ooh, aah mmmhhhh aah… ja, Onkel!“

Es folgte ein kurzes Verschnaufen, ein zufriedenes Kichern und eine unbekannte lebendige Heiterkeit, als ich hinter ihm aus dem Wagen hüpfte.

In gespielter Entrüstung neckte ich ihn: „Du gehst ja ganz schön ran.“

„Tatsächlich?“

„Raúl war ja schon ein Kapitel für sich – aber du – du bist zu brutal für so ein taufrisches Mädchen wie mich…“

Er schien belustigt, nahm es wie ein Lob.

„Also war er nicht so gut, dein Raúl? Möchtest du es jetzt nicht nochmal mit ihm machen?“

Fangfrage? Ach was! Nun, nachdem das passiert war, kein Grund mehr, mich zu verstellen, mit Unschuldsmiene so zu tun, als wollte ich von nun an mit keinem anderen! Ich krächzte ein Lachen.

„Doch – wenn er da wäre… er war Klasse“

Er umarmte und küsste mich. „Du bist schon richtig!“, freute er sich.

Er fand mich gleich darauf auch süß, weil ich, aus seiner Umarmung befreit, keinen Augenblick zögerte, Kleid und Hemd bis zum Hals hochzustreifen, als er das wünschte, und ihm meine Schönheit fasernackt zu präsentieren. Kurzum, mich völlig ungezwungen gab, übermütig, verderbt und schamlos. Was ihn wiederum veranlasste, mich auszufragen. Ob ich denn schon früher – vor Raúl – und wie es denn mit Inés gewesen war.

Ausgelassen vor Freude, dass er mir ja nun doch nichts mehr anhaben konnte, ging ich aus mir heraus, wie bisher noch nie bei einem Erwachsenen. Während wir uns, neben dem Wagen hockend, aus einem Picknick-Korb mit Sandwich und süßem Wein stärkten, erzählte ich ihm alles. Angefangen von der Freundin mit ihrem Bruder, über die frühreifen Sexspiele mit Jungen und Mädchen in größerem Kreis, bis zu den Wonnen mit Inés im Bett und zu dritt mit Raúl.

Und jetzt, wollte er wissen, ob ich immer noch keine Hemmungen hatte, es auch im Beisein anderer zu tun? Natürlich nur solcher, die ebenso dachten.

„Sollte ich sie denn haben?“, erkundigte ich mich hinterhältig.

„Natürlich nicht!“, tat er das ab. „Aber zwischen Theorie und Praxis, du verstehst… wenn zum Beispiel jetzt noch ein anderer hinzukäme, würdest du…“

Ich prustete ein Lachen. „Vor dir?“

In mir klingelte es. Dass es Männer gab, die so etwas schätzten, wusste ich längst. Nicht allein von meinen frühen Eskapaden. Partnertausch, Gruppensex, Voyeure und Exhibitionisten – im Freundinnengetuschel und dem Internet war oft genug davon die Rede. Wenn er also etwa darauf scharf war! Er lag hingestreckt im Moos unter dem grünen Dom des dichten Gesträuchs, und ich beugte mich über ihn.

„Wenn der andere mir gefallen wurde – warum nicht?“

Er riss mich über sich. „Das werde ich bald mal arrangieren, ja? Machst du mit?“

Ich spürte seine Hand an mir und kniete mich über seinen Schoß.

„Oh ja!“, keuchte ich. „Dufte Idee, Onkel!“

Ich senkte mich auf seinen Schoß, und ließ seinen harten Schwanz in meine enge Spalte eindringen, wie bei Raúl praktiziert. Stöhnend wurden wir uns einig über Freuden der Zukunft, besiegelten die Verschwörung zum zweiten Mal mit Strömen unsagbarer Lust…

Die Villa am Rand der Großstadt, in die er mich brachte, war sagenhaft!

Ich bekam ein großes Zimmer mit eigenem Bad – wann hatte ich so etwas schon gehabt?

Im Erdgeschoß befand sich ein riesiges Wohnzimmer, eine Bar-Theke an einer Raumseite, gegenüber ein riesiger Spiegel, unter dem sich eine riesige Couch-Landschaft mit zahllosen bunten Kissen befand (was es damit für eine Bewandtnis hatte, erfuhr ich allerdings erst später, nachdem ich an alles gewöhnt war.)

Davor war eine riesige Terrasse, im mauerumfriedeten Garten ein Swimmingpool – ich fand es pompös und fühlte mich im siebten Himmel!

Mein Onkel nahm mich gleich in den ersten Tagen mit in die Stadt und kleidete mich völlig neu ein. Kostbar, vielfältig. Kein Wunsch blieb mir versagt. Auch Schmuck kaufte er mir. Er hatte es ja.

Da schönes Wetter war, lag ich tagsüber glücklich träumend am Swimmingpool. Abends, nach gutem Essen und ein wenig besäuselt, gab ich mich ihm willig hin. In den verrücktesten Stellungen, von denen ich gar nicht vermutet hatte, dass es sie gab. Französisch und zwischen die Brüste – ich machte alles mit.

Natürlich war ich auch mit Analsex einverstanden. Auch das fand ich aufregend. Die Lehren, die er mir gab, gingen mir ein wie Honig. Moral, sagte er zum Beispiel, ist doch nur meist ein Vorwand für diejenigen, die zu feige sind, etwas zu tun, das sie brennend gerne möchten. Das meiste, was uns Spaß macht, ist nach landläufiger Ansicht doch imitier unmoralisch. Also holen wir uns den Spaß eben ohne Moral, wo er zu finden ist!

Oder: Pudern macht Frauen schön! Vorausgesetzt, sie tun es heiteren Sinnes und ohne Gewissensbisse.

Und immer wieder warnend: Liebe beim Sex wirkt auf die Dauer wie Essig, den man in Wein träufelt. Mit der Zeit wird er ungenießbar. Oberstes Gesetz: Spaß an der Freud, sonst nichts!

Hört der Spaß auf, schwindet auch die Freude. In diesem Sinne besah ich mir von nun an die Männer. Junge, alte, solche, die mich, die reiche Kaufmannsnichte, mit Endziel Heirat zart umwarben und deshalb sofort ausschieden, und solche, die eitlen Gockeln gleich nach mir gackerten.

Ich besah sie vergnügt vorn Nabel abwärts und erging mich bei dem einen oder anderen in erregenden Vorstellungen. Aber ich ließ es dennoch zu nichts kommen.

Nicht aus Scheu, Gott behüte. Sondern einfach nur deshalb, weil immer etwas Unvorhergesehenes dazwischenkam. Und ich wurde dabei unter den mokanten Reden Onkel Hugos, der es geradezu darauf anlegte, mich in Sünde fallen zu sehen, immer gereizter.

Bis wir eines Abends mit einem jungen Ehepaar, das uns bei einem Einkaufsbummel begleitet hatte, nach Hause kamen. Wir hatten in der Stadt gegessen, auch schon einiges getrunken, und setzten in unserer Privatbar das fröhliche Beisammensein fort.

Alle vier waren wir mächtig aufgekratzt.

Daniela, eine hübsche langbeinige Brünette, begann mit Onkel Hugo beim Tanzen unverschämt zu schmusen. Ihr Mann, ein Kerl mit Räuberblick, hielt mich auch fester als notwendig. Seine Hand lag auf meinem Rücken, dann am Po – mir schwante Köstliches!

Ich kicherte. „Schau die beiden!“, sondierte ich vorsichtshalber die unbekannte Komponente Eifersucht. Denn sie küssten sich offen mit den Zungen. Die Hand meines Onkels war in Danielas Ausschnitt und holte eine nackte Brust mit einem harten Knöspchen heraus… als ob sie allein wären!

„Lass sie!“, raunte der Ehemann. „Wir zwei sind ja auch noch da! Oder stört’s dich?“

Seine Hand fest auf meinem Hintergestell, zog er plötzlich mein Kleid hoch. Er drängte mir die Finger zwischen den nackten Schenkeln von rückwärts in den Schritt. Ich ließ ihn und zuckte bloß mit den Schultern, bereits heiß von seinem Fingerspiel.

„Wenn deine Frau das darf…“

„Darfst du auch!“, ergänzte er.

Seine neugierigen Finger waren nun neben dem Höschen an der nackten Pforte. Ich wurde immer heißer. Wozu also keusch tun?

Die beiden, die nun eng umschlungen auf die Couch vor dem Spiegel sanken, ohne sich um uns zu kümmern, küssten sich wild. Onkels Hand strich an Danielas bestrumpftem Bein hinauf, bis zum Höschen.

Ich stand, im Takt der Musik auf der Stelle tretend, Wange an Wange mit ihrem Ehemann und beobachtete, wie mein Onkel in ihrer nackten Spalte fummelte.

Danielas Rock wurde über den weißen Slip hochgestreift. Onkel Hugos Hand darin, bewegte sich spielend zwischen den weit gespreizten Beinen. Ihre Hand wühlte in seiner Hose.

„Komm!“, forderte ihr Mann heiser und drückte mich neben die beiden auf die Couch.

Er stand über mich gestützt, zerrte mein Kleid hoch und streifte mein Höschen ab. Ich half ihm mit fliegenden Bewegungen und war bereits wie berauscht. Onkel Hugo, er und seine Frau waren sich wohl einig geworden aufs Sexquartett – also nichts wie hinein ins auflodernde Feuer ungehemmter Lust!

Daniela sprang auf und streifte den Slip ab. Das Kleid war bis über den Nabel gerafft. Sie warf sich Onkel Hugo mit dem Rücken an die Brust und winkelte ein Bein zurück über seinen Leib. Ihre feucht schimmernde Muschi war leicht geöffnet. Von hinten schob sich Onkel Hugos harter Schwanz an die offene Pforte, versank darin bis zur Wurzel. Er stieß die Frau vor den Augen ihres Gatten, der unter ihrem lustvoll geweiteten Blick mir die Beine auseinanderzog.

Daniela brach in ein langgezogenes Stöhnen aus und griff nach mir. Offene Frauenlippen, keuchend, wild umeinander spielende Zungen, während Räuber Joel seinen Speer in meine Höhle trieb und seine Frau meinen Wonneschrei an ihrem Mund erstickte.

Wir umklammerten uns zu viert. Unsere nackten Brüste rieben aneinander. Die Lusterbsen schwollen zu riesengroßen Beeren, wir pressten und rieben sie uns, stöhnten in nicht enden wollenden Orgasmen, bis rasch hintereinander die Entladungen der Männer in uns platzten.

Nach einer kurzen Pause zogen wir uns alle komplett nackt aus. Dann folgte eine Nummer der Eheleute vor unseren Augen.

Onkel Hugos erschlafftes Teil, das noch nach Daniela duftete, nahm ich zwischen meine Lippen, sein Mund küsste die Lippen meiner Vagina. Und noch, während ich unter seinem Zungenschlag im Höhepunkt raste, wurde ich rückwärts vom Ehemann gevögelt.

Der Wechsel raubte mir die Sinne!

Damit war der Bann gebrochen!

Ich hatte Blut geleckt, und Onkel Hugo sorgte dafür, dass ich möglichst viel davon bekam.

Gefiel mir ein Junge – her damit!

Ich durfte ihn mit nach Hause nehmen. Manchmal auch gleich zwei zum neckischen Spiel in der Bar, nachdem sich der Onkel, Müdigkeit vorschützend, verabschiedet hatte.

Dabei enthüllte sich auch das Geheimnis des großen Spiegels!

Er war von der Rückseite, hinter sich ein kleines Kabinett mit Ledersesseln befand, durchsichtig!

Ein Mikrofon übertrug zur Show die Geräusche, wenn ich mit den ahnungslosen Männern turtelte, mich entkleiden ließ, mich ihnen schamlos hingab, alle Raffinessen geiler Paarung vor-führte.

Die Sucht danach war in mich gepflanzt, von Onkel Hugo jetzt gerechtfertigt und mit dem Siegel erlaubter Lust versehen.

Daher frönte ich ihr unbedenklich. Es peitschte die Sinne auf, zu wissen, dass einer daneben saß, sich daran aufgeilte!

Manchmal, nach Partys, kam ich mit einer ganzen Horde an. Ein paar großzügig denkende Ehepaare, junge Mädchen und Männer. Es war ein verschworener Kreis, nach außen hin reputierlich, erste Gesellschaft und sehr exklusiv. Im Schutz der hohen Mauern, die unseren Garten abschirmten, gerieten sie außer Rand und Band.

Bei Mondschein nackt baden im Swimmingpool… Männer und Weiblein nackt auf den Barstühlen bei Sekt und Whisky, beim Tanz die Leiber aneinander gepresst.

Die ersten Paarungen auf der Couch schamlos vor aller Augen, heizten die anderen an. Schließlich alle miteinander, dicht gedrängt, die Glieder ineinander verknäuelt, in Wollust zuckend.

Jede trieb es wahllos mit jedem… im gespreizten Schoß, mit saugendem Mund, nicht selten das alles gleichzeitig mit mehreren Männern.

Dieses „süße Leben“ hatte mich also, und ich fand es wunderbar.

Freiheit! Ungebundenheit!

Onkel Hugo ließ sie mir, tat, wo es anging, mit, und legte mir auch anderweitig nichts in den Weg. Er war auf diese Weise mein Vertrauter, dem ich alles erzählen konnte, der sich daran aufheizte und mit dem ich danach regelmäßig schlief. Auch das war eine süße Gewohnheit, dieses Liebesspiel nachher unter dem Reiz obszöner Schilderung soeben erlebter Sexfreuden. So blieb er mein einziges ständiges Verhältnis, und die Gewöhnung an ihn wirkte wie Gift, das ich nicht mehr zu entbehren vermochte.

Andererseits war es auch nicht so, dass die sexuellen Erlebnisse sich wie eine ununterbrochene Kette aneinanderreihten. Tage lagen dazwischen, manchmal Wochen. Die meisten der flüchtigen Liebhaber, der Teilnehmer am Gruppensex und der im Partnertausch schwelgenden Ehepaare waren berufstätig. Oder studierten. Alle führten außerhalb der gelegentlichen Eskapaden ein Alltagsleben wie jeder andere auch.

Traf man sich, war von allem die Rede, nur nicht vom Sex. Wir gingen in Café, manchmal abends in eine Bar. Die Gespräche drehten sich um Politik, moderne Kunst, Bücher, Musik.

Dabei kam ich allmählich darauf, dass ich meist nicht mitreden konnte, weil mir die Kenntnisse fehlten. Ich empfand die innere Leere, wenn ich schweigend dabeisitzen musste. Wissbegier regte sich. Es war der Ehrgeiz, der mich schon als Kind in der Schule trotz heimlicher Sündhaftigkeit die beste Schülerin sein ließ.

Als ich mich auch darüber mit Onkel Hugo aussprach, lachte er nur.

„Ich habe gewusst, dass du eines Tages allein darauf kommen wirst. Man kann niemanden dazu zwingen. Aber jetzt, da du es selbst möchtest…“

Von dem Tag an bekam ich wieder Unterricht, die Fortsetzung der im Internat begonnen Sprachstudien. Die Allgemeinbildung fördernde Lehrgänge an einer Oberschule. Schließlich ließ mich Onkel Hugo, da ich Interesse zeigte, an einem Handelskurs teilnehmen.

„Nützlich für mein Geschäft“, sagte er. „Willst du dich nicht einarbeiten?“

Ich arbeitete mich ein und konnte schon bald überall mitreden. Neue Lebensfreude, diesmal in anderer Richtung. Sex?

Auch der kam dabei nicht zu kurz, ganz abgesehen von Onkel Hugo, der, von seinen geschäftlichen Verpflichtungen sehr in Anspruch genommen, mir ohnehin nur in seinen Mußestunden zur Verfügung stand. In den kleinen Milchbars und Cafés, in denen sich Twens und Teenager nach Schulschluss trafen, wurde Sex wortkarg und nüchtern behandelt wie das Bedürfnis nach einem Stück Brot. Für mich war das neu, aber nicht ohne Reiz.

Als zum ersten Mal ein netter Kerl, der in der Handelsschule mit mir die Schulbank drückte, mir über seiner Cola zuraunte: „Mir ist danach — kommst du mit?“, fragte ich noch dümmlich: „Wohin?“

Es brauchte dann jedoch keine weiteren Erklärungen und ich folgte ihm wortlos in seine zwei Häuser weiter gelegene Mansarden-Wohnung.

Er zog mich ebenso wortlos aus. Eine Stunde lang bewegten wir auf seinem schmalen Bett ächzend und seufzend unsere jungen Körper gegeneinander, ineinander, rollten in wilder Lust, stießen uns mit rasch schwingenden Hüften, bald er über mir, bald ich über ihm.

Grell brandeten die Orgasmen mir ins Hirn, wenn sein Rammbock langsamer wurde, sich entlud, und gleich wieder zu gleiten begann – mich dabei in eine Ekstase hochpeitschte, in der ich in wahnsinnigem Genuss um mich schlug und nur noch ohnmächtig röcheln konnte, als wir ausgebrannt auseinanderfielen.

Drei Nummern hatte er mir geschoben und mich nicht einmal geküsst!

Wortlos gingen wir wieder hinunter. Kein Danke, kein nächstes Mal.

„Adiós! Hasta la vista!“, vor dem Haustor. Er rechts, ich links.

Nach diesem kamen andere in ähnlicher Weise. Manchmal auch nur rasch auf dem Heimweg irgendeiner: „Möchtest du ficken?“

„Warum nicht?

Wir huschten in ein Haustor zum Kellereingang. Höschen runter, Kleid hoch, Schultern an die Wand gestützt, Beine breit auseinander gestellt, wütendes Gerammel im Stehen oder übers Treppengeländer gebeugt.

Zahllose Intermezzos, ebenso rasch genossen wie vergessen!

So wurde ich älter und älter, legte erfolgreich Prüfungen ab. Onkel Hugo zog mich bereits hinzu, wenn schwierige Vertragsverhandlungen anstanden. Ich half ihm, erledigte die Arbeiten am Computer und ließ auch meinen Charme spielen, wo sachliche Argumente allein nichts nützten. Export, Import – viele der Gesprächspartner waren Ausländer, und meine neu erworbenen Sprachkenntnisse kamen mir jetzt zugute.

Dann und wann war auch einer darunter, der nicht nur das an mir schätzte. Gerade die Exoten, dem Bannkreis ihrer heimatlichen Lebensregeln vorübergehend entrückt, fliegen auf junges, ganz junges Blut unter weißer Haut.

„Alte Erfahrung“, meinte Onkel Hugo. Und: „Warum versuchst du’s nicht mal mit dem?“, als so ein überaus schwieriger Kunde, dessen braune Hautfarbe nicht nur von der Sonne herrührte, mir unter vier Augen unzweideutige Anträge machte.

Mir gefielen die Mischlinge — dunkle Körperhaut und europäisches Gesicht. Außerdem war ich notorisch neugierig. Und Onkel Hugo versprach mir exklusive Geschenke, wenn die zögernden Kunden unterschrieben.

Also zog ich mein hübschestes Abendkleid an und ließ mich von dem Franzosen, der in Wirklichkeit ein Araber war, zum Essen ausführen. Danach in eine Bar zum Tanzen.

Er war leicht verlegen, aber ich dachte doch: „Armer Irrer!“, als er eine Menge teuren Champagner in mich hineinschüttete und offenbar glaubte, mich erst besoffen machen zu müssen, um mich ins Bett zu bekommen.

Sollte ich ihm jedoch die Illusion nehmen?

Ich ließ ihn dabei, weil das bekanntlich das Mannesgefühl fördert, mimte zu später Stunde die Angetrunkene und naiv Vertrauensselige, als er mich „nur auf einen Kaffee, den ich so bitter nötig hätte“, zu sich aufs Hotelzimmer einlud. Ich wankte also an seinem Arm die Treppe hinauf, sank oben in einen Sessel und mimte weiter die Betrunkene.

Ich tat so, mit dem Arm auf der Sessellehne und dem Kopf darauf, als sei ich berauscht eingedöst. Und wartete. Also erst mal sehen, wie es weiterging. Ich wollte ihm die Initiative überlassen!

Jedoch war ich leicht enttäuscht, weil er mich einfach sitzen ließ und sich ins Badezimmer verzog. Ich beobachtete ihn erwartungsvoll aus enger Lidspalte, als er wieder herauskam, nun in einem langen, weinroten Morgenrock.

Er stellte sich direkt vor mich und musterte mich unschlüssig. Ich stellte mich jedoch weiter schlafend. Denn etwas in der Richtung meiner unzüchtigen Wünsche musste ja kommen! Seine Mandelaugen glänzten vor Begierde wie nasse Kohlen.

Und da kam er auch schon!

Sachte, ganz sachte, um mich nicht zu wecken, hob er mein langes Kleid und schlug es zurück bis zum Magen. Er entblößte meine seidenbestrumpften Beine, das nilgrüne Höschen, und atmete bereits schwer im Anblick meiner Reizwäsche.

Ich tat weiter, als merkte ich nichts, rührte mich auch nicht, als er am Bund des Höschens fingerte, ihn nach vorn zog und dahinter lugte. Sein heiß keuchender Atem wehte auf mein Schamhaar und die Spalte, und ich musste die Zähne zusammenbeißen, um nicht zu zucken.

Er ließ die Beschau und zerrte das Höschen tiefer. Nun musste ich etwas unternehmen, ganz unbemerkt ging das auch bei einer Schlafenden nicht! Also murrte ich wie in tiefem Traum, bewegte mich unwillig und hob mich dabei unmerklich an.

Er erfasste die Situation, riss mir das Höschen unterm Po weg und streifte es mir von den Beinen. Ich tat immer noch, als würde ich tief schlafen.

Nun legte er vorsichtig die Hände auf meine Knie und schob sie auseinander. Er seufzte verzückt auf im Anblick meiner schwarz behaarten Intimzone. Er hob mit den Händen unter den Kniekehlen meine Beine an und legte sie rechts und links über die Armstützen.

Nun lag ich völlig entblößt und ihm ausgeliefert vor ihm. Meine äußeren Schamlippen öffneten sich sanft. Der Mann keuchte vorgebeugt über der breit aufgeklafften Pforte. Dann berührte er meine Spalte. Langsam neigte er sich tiefer und küsste sanft die Lippen meiner Vagina. Ich spürte, wie er mit seiner Zungenspitze an meiner Klitoris spielte.

Aus das Theater! Ich konnte nicht mehr weiter die Schlafende spielen!

Ich warf mich aufstöhnend zurück und ließ meinen Unterkörper auf und ab schwingen. Ich hob die Beine, spreizte sie noch weiter und wimmerte mit krächzender Stimme meine Lust heraus.

Ich explodierte und brach aus wie ein Vulkan. Ich flog auseinander, verschmolz mit der heiß gurgelnden Hölle meiner eigenen Leidenschaft, schoss wie ein Strahl glühenden Metalls über jenen gemarterten Nervenstrang zu dem klopfenden Zäpfchen hin, dass meine Klitoris war.

Mein Blut pulsierte im Takt seiner Zunge und schien sehr lange zu dauern, bis ich endlich von diesem kleinen Tod zurückkehrte, von diesem anderen Land, von diesem Niemandsland, in dem ich gewesen war und das jetzt zögernd in mir erstarb.

Da sprang er auf und zog mein Kleid nach oben. Ich streckte die Arme aus und ließ es mir über den Kopf ziehen. Sonst hatte ich wegen des tiefen Ausschnitts ohnehin nichts an, war somit gleich bis auf Strümpfe nackt.

Er ließ den Morgenrock von den Schultern gleiten. Sein kaffeebrauner, muskulöser Körper glänzte im Licht der Deckenlampe und sein flacher Bauch zeigte ein perfekt geformtes Six-Pack, wie ich es noch nicht gesehen hatte!

Wie ein hungriger Wolf fiel er über mich her!

Ich schrie auf, als er mir die riesige Lanze ins Fleisch rammte, mich auf ihr in seinen Armen anhob und sich mit mir aufs Bett stürzte. Unten, oben, von der Seite, ich war wie ein Vulkan und er lieferte die Lava dazu, die ganze restliche Nacht!

Als der Morgen dämmerte, war ich untenherum nass, als hätte ich ein Sitzbad genommen. Und so ausgesogen und schlapp, dass ich, diesmal ganz ohne Theater, Mühe hatte, mich auf den Beinen zu halten und anzuziehen, um nach Hause zu kommen!

Natürlich begleitete er mich. Als das Taxi vor der Villa hielt, wisperte ich, schon wieder ganz in der vorgefassten Unschuldsrolle: „Hoffentlich hat mein Onkel nichts gemerkt. Er ist sehr streng! Wenn er erfahren würde, was du Schuft mit mir gemacht hast…“

Er küsste und streichelte mich. „Keine Sorge – ich erkläre es ihm schon. Dein Ausbleiben – eine Gesellschaft im Hotel – und so…“

„Ach ja“, sagte ich gottergeben. „Wenn er es nur glaubt! Weißt du – am besten, du feilscht nicht lange und unterschreibst heute den Vertrag! Dann wird er guter Laune haben und fragt nicht viel…“

Er schwieg dazu. Aber am nächsten Tag unterschrieb er. Und ich erhielt von meinem Onkel einen finanziellen Sonderbonus.

Nach diesem ersten Erfolg, den wir gebührend feierten, geschah es immer häufiger, dass Onkel Hugo mich animierte, mit dem oder jenem schwierigen Kunden ein Schäferstündchen zu verbringen.

Und ich war inzwischen enthemmt genug, um vergnügt darauf einzugehen, wenn der Mann mich nicht geradezu abstieß.

Wenn ich heute daran zurückdenke, wird mir klar, dass das von Anfang an geplant war!

Dass Onkel Hugo mich vermutlich gar nicht aus dem Internat zu sich geholt hätte, wäre dort nicht die Sache mit Raúl passiert, die ihm den Gedanken eingab, ein so verdorbenes, halbwüchsiges Mädchen sei auch für andere Zwecke brauchbar als nur für die Befriedigung seiner eigenen Gelüste.

Meine Willfährigkeit bei dem Picknick im Wald und das offenherzige Geständnis meiner sexuellen Anfälligkeit schon von Kindheit an hatten ihn dann in seiner Ansicht bestätigt. Das „süße Leben“, in das er mich allmählich verstrickte, hatte mir schließlich den Rest gegeben. Der krumme Hund wusste, dass ich, nachdem er meine ohnehin vorhandene Zügellosigkeit, anstatt sie zu bändigen, mit demoralisierenden Anleitungen und geschickt gebotenen Gelegenheiten, mich auszuleben, zur maßlosen Genusssucht gesteigert hatte.

Jetzt war ich Wachs in seinen Händen und ihm, dem Heros meiner Mädchenträume, auch hörig genug, um mich von ihm einsetzen zu lassen, wo es ihm geschäftlich nützte.

Ich wiederum war damals noch naiv genug zu glauben, das sich immer häufiger wiederholte Ansinnen, mit einem fremden Besucher zu schlafen, sei im Grunde nur eine Fortsetzung des „süßen Lebens“ mit anderen Partnern. Ich fand es sogar aufregend, immer neue dieser meist eleganten, kultivierten und freigebigen Opfer aus fernen Gegenden zur Strecke zu bringen und dafür nebenher aus dem Gewinn, den die Verträge Onkel Hugo brachten, noch reich entlohnt zu werden.

Flirt, Lockung – einfache Mittel, die ich allmählich virtuos beherrschte. Nicht jeder fiel darauf herein, aber die meisten. Ein junges Mädel griffgerecht serviert – kleines Abenteuer in sinnenbetörender Heimlichkeit – die Gewissensbisse nachher sorgten dafür, dass die Belämmerten unterschrieben, was der gestrenge Onkel ihnen vorlegte. Klar, dass nur die Gewinnträchtigsten dafür in Frage kamen. Die Möglichkeit, eine Auswahl nach Geschmack und Neigung zu treffen, war daher beschränkt, wenn das Geschäft florieren sollte.

Doch die Gewinnsucht war am Ende bei mir ebenso entwickelt wie mein Sexhunger. Also war ich mit achtzehn, ohne mir darüber klar zu sein, im Grunde eine Hure. Eine heimliche Hure, die, ohne sich viel Gedanken darüber zu machen, frohgemut zwischen zunehmendem Bankkonto, Sexfreuden und der alles überdeckenden Liebschaft mit dem eigenen Onkel frei und dennoch gefangen umherschwirrte wie in einem Teufelskreis.

Aber alles hat einmal ein Ende.

Mit achtzehn war ich nicht mehr so blutjung, dass die Fremden die Folgen einer solchen „Verführung“ hätten fürchten müssen. Onkel Hugo wusste das. Nur ich nicht.

Für einen reichen Unternehmer gab es keinen Mangel an Nachschub aus dem ebenso sex- wie geldhungrigem grünem Gemüse der Teenagerplantagen in den einschlägigen Lokalen.

Daher war hinsichtlich meiner weiteren Verwendung plötzlich ein neuer Plan auf dem Tablett, den Onkelehen mir schmackhaft zu machen wusste: ab in die Ehe!

Eine Ehe natürlich, die sich wieder nutzbringend verwerten ließ.

Ein großangelegtes Fuhrgeschäft mit mächtigen Lastern, die seine Waren in alle Welt fahren, von dort andere wieder hereinbringen würden in eigener Regie. Ich mit seinem Geld als maßgebliche Teilhaberin – na, wie wäre das?

Der Gedanke, selbständige Unternehmerin zu werden, gefiel mir natürlich. Die Ehe – was ist sie anderes, als was du bisher auch schon gern getan hast? Sex im Ehebett. Zwangsläufig wird der Gatte in einem solchen Betrieb viel unterwegs sein müssen. Also viel nutzbare Freizeit. Außerdem hast du ja auch noch mich – und denk, eigene große Einkünfte!

Wieder Belehrungen, die ich, inzwischen auch schon geldgierig geworden, schluckte wie Sirup. Zu erkennen, dass ich nur ein Faustpfand sein sollte in einem Geschäft, in dem Onkel Hugo den Hauptanteil fest in der Hand behielt, war ich bei allen inzwischen erworbenen kaufmännischen Kenntnissen doch noch zu unbedarft.

So trat ich dem Antonio Núñez, Witwer mit dreizehnjährigem Sohn und Fachmann auf dem technischen Sektor der neuen Unternehmensplanung, an den mich der gute Onkel zu verkuppeln gedachte, von Anfang an mit der für die Sache gebotenen Begeisterung entgegen.

Ich fand den scheinbar unkomplizierten und gutmütigen Mann auch ganz sympathisch. Immerhin einer Sünde wert. Doch diesmal sollte es ja keine Sünde sein…

Auch so eine ganz neue Masche, die Onkel Hugo häkelte, indem er mich anhielt, im Verkehr mit Antonio nur bis zum Knie, und nicht weiter! Spröde sein, solche einfachen Männer mögen es züchtig!

Ich fügte mich mit innerem Schmunzeln und machte Antonio in der Verlobungszeit oft heiß, aber ließ ihn allein verkochen. Warte bis zur Hochzeitsnacht – was glaubst du? Da habe ich meine Ideale!

„Mein Verlobter damals“, log ich, „ihm gab ich es. Kurz darauf verstarb er. Nun bin ich abergläubisch.“

Hübsch ausgedacht hatte sich Onkel Hugo diesen Humbug, und Antonio fraß ihn. Immerhin brachte es die Verlobungszeit mit sich, dass ich aus Vorsicht enthaltsam lebte. Nur noch dann und wann mir bei Onkel Hugo holte, was ich entbehren musste. Jedoch keine Eskapaden mehr.

Dabei wurde ich ruhiger, und unwillkürlich dachte ich über mein bisheriges Leben nach. Ich empfand natürlich für nichts Reue. Aber ein etwas weniger hektisches Dasein war auch nicht zu verachten! Der allzu häufige Männerwechsel machte müde. Ganz entbehren wollte man ihn ja nicht. Doch auf der anderen Seite war von einem luxuriösen Bungalow mit eigenem Badestrand an einem See die Rede.

Und vom eigenen Wagen. Und eigenem Motorboot.

Dafür konnte man schon einiges drangeben, besonders, wenn es auch die Anständigkeit verlangte, die man als wichtige Unternehmersfrau mit gesellschaftlichen Verpflichtungen in einer provinziellen Kreisstadt zu wahren haben wurde…

Zunächst einmal war ich von dem frischen Wind, der auf der Fahrt in eine neue Zukunft meine Segel blähte, restlos begeistert.

Mit dem Ergebnis, dass die Ernüchterung schon in der Hochzeitsnacht einige dieser Segel kappte…

Abends nach dem Hochzeitsessen.

Ich stand, noch im langen, weißen Hochzeitskleid und Schleier, in meinem Zimmer vor dem Toilettenspiegel und schickte mich eben an, mich für die Hochzeitsreise umzuziehen.

Da trat Onkel Hugo ein und schloss die Tür hinter sich ab.

„Du kommst gerade recht!“, sagte ich arglos. „Zieh mir rückwärts den Reißverschluss auf!“

Er tat es. Das Kleid rutschte zu Boden. Ich trug keinen Büstenhalter, sodass mein Busen sich nackt präsentierte. Das Spitzenhöschen und die weiße Nylon-Strumpfhose gab sicher ein sehr erotisches Bild ab.

Aber ich war nicht geniert. So und noch schamloser hatte er mich oft genug gesehen. Ich lachte bloß, weil es so komisch aussah – Brautschieier und fast nackt!

Dann sah ich im Spiegel seinen gierigen Blick, und mein Lachen versiegte. Er schlug von rückwärts die Arme um mich und fasste mich an den Brüsten. Presste sie. Ich legte den Kopf zurück auf seine Schulter und sah ihn betreten an. Er küsste mich.

„Du!“, keuchte er. „Du bleibst mein, verstehst du?“

Eine seiner Hände fuhr an mir herunter, ins Höschen. Hitze strömte in meinen Bauch.

„Ja doch, ja, Onkel Hugo!“, stöhnte ich. „Aber das heute ist doch — Hochzeitsnacht!“

„Eben“, brummte er und schob das Höschen hinunter.

Es glitt auf die Füße. Ich stand wie versteinert. Aber der Stein bröckelte, wurde weich und schmolz in der sengenden Glut wilder Wollust, als der entblößte Pfahl unter den Hinterbacken bohrte, sich festsetzte.

Himmel, der Mann saß mir noch immer wie Gift im Blut!

War er da und fasste mich an, war alles andere abgeschrieben. Ich geriet sofort in einen Zustand wilder Entzückung, in dem ich mich willenlos den absonderlichsten Wünschen fügen musste.

Wie jetzt, als frischgetraute Ehefrau mit Brautschleier, aber nackt, im Stehen von rückwärts! Grotest –aber wonnig!

Er hielt mich an den Brüsten fest, wir sahen uns im Spiegel, ich hob ein Bein und setzte den Fuß auf das Stühlchen daneben.

Wir konnten meine geöffnete Spalte mit dem schwingenden Speer darin betrachten – wir sahen uns zu, und der Orgasmus brandete mir grell ins Hirn, flutete siedend zurück und löste die Lustströme aus.

Dahin die guten Vorsätze – mein erster Ehebruch!

Ich gab mich ihm ekstatisch hin. Als es vorbei war, sank ich zitternd aufs Bett. Ich erholte mich rasch, zog mich um und überwand die Verwirrung mit einem hilflosen Achselzucken.

Am Ende hatte Onkel Hugo Recht!

In dieser Ehe ging es ums Geschäft. Das andere? Man würde sehen. Nur keine Sentimentalität! Mein Matador blieb Onkel Hugo.

Nur das wann und wie galt es künftig mit größerer Umsicht zu regeln, weil die Tatsache zu beachten war, dass die geschäftlichen Rücksichten von nun an Vorrang hatten. Peinliche Diskretion gegenüber dem Ehemann und dem tausendäugigen Moloch kleinbürgerlicher Neugier in einer Provinzstadt – die Sache selbst schloss das nicht aus!

Wir würden es schon schaffen!

Damit, dass er mich am Hochzeitsabend noch vor meinem neu angetrauten Gatten genommen hatte, war es ihm jedenfalls gelungen, mich in einen Zustand zu versetzen, in dem etwaige, zart aufkeimende Komplexe betreffs herkömmlicher sexueller Treue in der Ehe von mir abfielen wie welkes Laub.

Das Verhalten meines gutmütigen, aber im Wesen leider bis zur Reizlosigkeit spießigen Ehemanns gleich in der ersten Nacht tat dann ein Übriges, die Kobolde in mir nicht mehr zur Ruhe kommen zu lassen.

Kurz gesagt, mein Gatte war im Bett ein Langweiler. Einer von denen, die ohne Vorspiel immer gleich zur Sache kommen, sie wie eine Turnübung geschwind erledigen, sich hinterher unlustig reinigen und so tun, als schämten sie sich für das Vergnügen.

Eben ein Sexualbanause, der nichts als sein Zeug loswerden wollte, das ihm zu nichts anderem gut schien, als Kinder zu zeugen.

Das ließ er mich gleich in der ersten Nacht wissen und fühlen. Ich nahm es stillschweigend hin – dachte an das Geschäft! Und war jetzt erst richtig froh, dass Onkel Hugo mir in seiner drastischen Art beigebracht hatte, dass ich diesen Mann um jeden Preis hatte, mich jedoch nicht an ihn gebunden fühlen musste.

So sorgte ich in den nachfolgenden Ehejahren mit den üblichen Mittelchen dafür, dass er sein Sperma nutzlos verspritzte. Ich baute um mich eine jedermann sichtbare Trutzburg ehelicher Treue, in der nur ich die Schlupfpfade kannte, auf denen ich bei seltenen Gelegenheiten in angenehmere Gefilde entwischen konnte.

Auf den Frühlingsfesten zum Beispiel. Oder einmal, in einer lauen Sommernacht, auf der Landstraße der junge Anhalter, den ich auf der Heimfahrt mitnahm. Er war ein angenehmer und amüsanter Plauderer. Wir lachten viel auf der Fahrt, und ich fühlte mich wieder einmal jung und unbeschwert wie schon seit langem nicht. Ich fuhr deshalb langsam, um es auszudehnen, sodass es bereits spät und dunkel war, als wir vor dem Gartentor zum Bungalow anhielten.

„So – von hier aus müssen Sie zu Fuß gehen – zehn Minuten zur Jugendherberge…“

Betretenes Schweigen. Unschlüssig. Abwartend. Die berüchtigte knisternde Spannung, die auch meine Nerven zum Vibrieren brachte.

Dann plötzlich seine Hand um meinen Hals, die mich näher zog. Die andere Hand strich meine Oberschenkel entlang.

„Oha! Was soll das?“

Es herrschte um uns tief Nacht, im Bungalow war kein Licht zu sehen. Antonio schlief wohl schon.

Dann spürte ich den weichen Mund auf meinem. Der Druck zwischen den Schenkeln wurde fester, ich wurde schwach.

„Nicht, nicht!“, widerstrebte ich matt.

Aber meine aufwirbelnden Beine entblößten mich erst recht, seine Finger fanden unter dem Kleid ihren Weg dazwischen. Eine Glutwellt hob mich an und warf mich ihm in seine Arme.

Ich hatte schon lange keinen Ordentlichen verpasst bekommen, und der Junge war proper – also der oder ein anderer – in einer Stunde war er fort, vergessen…

Stöhnend umklammerten wir uns. Über mir in der Schere meiner Schenkel der schlanke Bursche, sein Körper, der mich in die Ecke warf, mit den Schultern zwischen Sitzlehne und Tür gezwängt. Meine Beine wurden hochgerissen, das eine übers Steuerrad, das andere dem Knilch über die Schulter. Ich war völlig geöffnet, mein Slip schwamm bereits in meiner Feuchtigkeit. Er schob den Stoff zur Seite und rammte mir seinen harten Pint ins Loch.

Die Hölle brach los, ich wimmerte und wippte den Stößen entgegen, war nur noch williger Widerpart dieses schnaufenden Ungeheuers, das mich zerriss!

Rhythmisch schwankte der Wagen, war erfüllt von brünstigem Stöhnen, Keuchen, Lustgejammer, das sich zu wilden Schreien steigerte, als wir uns nach langem gegeneinander, ineinander stemmten und verströmten.

Mehr als solche flüchtigen Zufallsbegegnungen hatte es nicht gegeben in den drei Ehejahren. Mit Ausnahme von Onkel Hugo natürlich. Der jedoch auch immer seltener kam. Aber regelmäßig forderte er seinen sexuellen Obolus heimlich bei mir – kassierte seinen Liebeslohn wie ein Trinkgeld.

Gewohnheit schafft Überdruss. Immer häufiger merkten wir, dass wir uns im Grunde nichts mehr zu bieten hatten, als den ebenfalls schon verblassten Reiz des Ehebruchs. Wir lebten nur auf, wenn die Aussprache sich an den Erfolgen des florierenden Geschäfts erwärmte. Die wiederum in hohem Maße ein Verdienst des Mannes waren, den wir betrogen.

Mit schwindender Lust betrogen wir meinen Mann, sodass ich mich schließlich fragte, wozu eigentlich noch?

Ich sehnte den Tag herbei, an dem Antonio in der Lage sein würde, Onkel Hugos Kapitaleinlage abzulösen.

Ich fuhr von dem Bettrand, auf dem ich, verdrossen zusammengekauert, den Erinnerungen nachgehangen war, wie von der Tarantel gestochen empor.

Und wenn es nichts mehr abzulösen gab?

Wenn Schwager Miguels Andeutungen stimmten, Onkel Hugo habe seinen Anteil an unserem Unternehmen mit seinem übrigen Vermögen verspekuliert?

Dann konnte es sein, dass bereits andere, rücksichtslose Geschäftemacher, wie Montcada etwa, ihre Finger im Spiel hatten, ohne dass wir es wussten!

Die Preise, die Hugo dem Montcada machte, sprachen dafür. In diesem Fall konnte es jedoch auch leicht zu spät sein, bis wir auf normalem Wege etwas erfuhren!

Dann hatte ich die Durststrecke dieser Ehe vergebens durchmessen, stand vielleicht eines Tages unversehens wieder vor dem Nichts! Und diesmal ohne einen guten Onkel, der mich aus der Klemme holte, wie damals aus dem Internat!

Nein, hier hörte der Spaß auf und auch die Hörigkeit zu Onkel Hugo!

Nun musste er Farbe bekennen!

Ich streifte rasch meinen Bikini über und stürmte die Treppe hinunter. Óliver hatte sich vom Treppenabsatz verzogen. Mir war es nur Recht. Für Schäkereien mit dem lüsternen Jungen hatte ich im Augenblick keinen Sinn.

Hinter der Tür zur Wohnhalle hielt ich einen Augenblick an. Ich vernahm Antonios maulende Stimme und die gelangweilte seines Bruders. Sie sprachen vermutlich immer noch über die Dumpingpreise. Da Onkel Hugos herrische Stimme nicht zu hören war, befand er sich noch unten im Schilfversteck, und ich würde ungestört mit ihm reden können…

Auf dem Weg durch den Garten zum Seeufer fand ich mein Gleichgewicht wieder.

Dass alles, dieses Paradies mit Betrieb, Bungalow, Strand und Bootshaus, aufgehen für einen Spekulanten?

Pah! Ich würde einen Weg finden!

Und wenn ich… wie hatte es Onkel Hugo doch ausgedrückt?

»Das Kapital der Frau ist unerschöpflich; sie trägt es zwischen den Beinen«

Nun gut. Die Lehre konnte sich ja auch anders verwerten lassen, als er sich das gedacht hatte — nämlich zu Aktionen gegen ihn! Freilich musste ich es geschickt anfangen, klare Sache. Nicht das Kind mit dem Bad ausschütten! Zuerst feststellen, was vorging, dann den Einsatz planen… liebevoll gurren, bis man wusste, ob es sich auch lohnte, zuzubeißen!

Um zu dem Versteck zu gelangen, musste man links im äußersten Winkel des Gartens durch ein Gesträuch, dann im Schilf zu der Sandbank waten, die sich, zwei Meter im Geviert, einem Kissen gleich zwischen den mannshohen Binsen aus dem Wasser buckelte.

Dort lag Onkel Hugo, völlig nackt ausgestreckt.

Er war trotz zunehmendem Alter noch immer schlank und wohlgeformt. Und auch, was sich zwischen den kräftigen Schenkel schlängelte, war noch passabel. Anziehend, wirklich anziehend! Eigentlich war ich nicht deshalb gekommen.

Aber tu einer etwas gegen eine lange gepflegte Süchtigkeit!

Als er mich entdeckte grunzte er zufrieden: „Endlich! Wo bleibst du so lange?“

Ich glitt neben ihm in seine Arme, und die Berührung mit seiner nackten Haut ließ Begierden wie eh und je in mir aufflackern.

Hätte die Frage nicht einer Antwort bedurft, wäre ich vielleicht flugs wieder schwach geworden, und hätte, was ich sagen wollte, auf später verschoben.

So aber ernüchterte mich die Überwindung, die es kostete, anstatt der an dieser Stelle gewohnten Lustbarkeit eine sachliche Aussprache herbeizuführen. Es fiel mir einfach schwer, dass mein Hirn nicht zwischen meine Beine rutschte.

Ich erinnerte mich, was er früher mal so gern gehabt hatte, setzte mich auf und schnallte das Oberteil ab. Ich blickte zufrieden hinunter auf den Mann, dessen Wurmfortsatz beim Anblick meines enthüllten Busens sich zu dehnen begann, und ließ mich quer über seinen Unterkörper sinken.

Ich legte meine Brüste weich in seinem Schoß, mit den Händen zusammengedrückt, den sprießenden Stengel dazwischen. Sanft massierte ich ihn.

Dabei raunte ich, die Stimme sinnlich dunkel, ganz nebenher: „Heftige Debatte da drinnen -wegen der Preise, die du Montcada gemacht hast…“

Es folgte ein gepresstes Aufatmen, der Stiel war hart, stieß mir unters Kinn.

„So… äh, so… kann ich mir denken!“

Ich walkte die Bälle kräftiger um den Stamm.

„Warum tust du das, Onkel Hugo?“, seufzte ich und unterdrückte mit aller Kraft das eigene Verlangen. „Antonio sagt, du ruinierst uns!“

„So – sagte er das!“

Er bewegte die Hüften und stieß mich rascher zwischen die Brüste.

„Merkst du nicht selbst, wie dumm das ist? Dann würde ich mich doch selbst ruinieren…“

Verdammter Gifthauch, der einen bei diesem Mann immer wieder berauschte! Aber ich riss mich zusammen.

„Wer weiß, vielleicht bist du das schon!“, stieß ich vor, ohne das Spiel mit den Brüsten zu unterbrechen. „Sag ehrlich, Onkel Hugo, hast du etwa Schulden bei Montcada?“

Er fuhr empor, stieß mich von sich und setzte sich auf.

„Wer sagt das?“

„Ach, niemand – nur so ein Gedanke!“, wich ich aus.

Wir hockten jetzt nebeneinander im Sand und musterten uns wie zwei Kampfhähne. In mir war alle Sinneslust abgeklungen und ich lauerte gespannt. So etwa mussten die aus Furcht und Zorn gemischten Gefühle eines geprügelten Hundes sein, der seinen Herrn beißen möchte.

Ich nahm allen Mut zusammen und fuhr fort: „Sag doch selbst – wenn du ihm so entgegenkommst – das zehrt doch an der Substanz…“

Ich war stolz auf den fachmännischen Ausdruck. Wollte beeindrucken, Onkel Hugo damit zu einer sachlichen Aussprache bewegen, wie es sich zwischen Geschäftspartnern gehörte.

Ich erreichte jedoch das Gegenteil. Er lief vor Zorn rot an. Das sei nicht auf meinem Mist gewachsen, knarrte er, und wenn etwa die da drin – Schwager Miguel und so -schließlich sei das in der Hauptsache sein Geschäft und ich persönlich müsse mich entscheiden — auf Gedeih und Verderb für ihn wie bisher, oder jetzt und auf der Stelle für die anderen… Er faselte von Transaktionen, die es immer gebe, notwendige Kapitalverschiebungen, befristet natürlich ganz kurz befristet – aber davon verstehe ich ja doch nichts und Antonio noch weniger, am allerwenigsten Miguel, dieser kleinliche Provinzbankier…

Er verhedderte sich und bestärkte damit erst recht meinen Argwohn. Als er wütend aufsprang und sich ankleidete, war ich noch kaum zu Wort gekommen.

Ich beherrschte mich, obwohl es mir auf der Zunge brannte, ihm zu sagen, dass ich von seinen Börsenspekulationen mit Montcada wusste. Er hätte sofort auf Miguel als Informant getippt, den Angsthasen zur Rede gestellt, und das war in diesem Stadium bereits wenig zweckdienlich.

Denn nach diesem Gespräch war mir klar, dass ich nur über Miguel der Sache auf den Grund gehen konnte. Also ließ ich Onkel Hugo grußlos gehen, nachdem er mir zum Abschied noch an den Kopf geworfen hatte, dass es mich nichts anginge, wie er seine Geschäfte mache.

Dann, allein gelassen, dem immerhin aufschlussreichen Streit nachsinnend, hörte ich alle Alarmglocken läuten.

Wie du meinst, Onkel Hugo, giftete ich vor mich hin, während ich ebenfalls aufsprang und den Büstenhalter umschnallte.

Aber deine Worte stinken leider so fürchterlich in die Nase, dass ich gar nicht umhin kann, darin zu wühlen.

Wie, weiß ich noch nicht – aber dass ich es tun werde, darauf kannst du dich verlassen!

Auf dem Weg zurück zum Haus wälzte ich in finsterer Entschlossenheit das Problem. Was nun?

Einfach zu Miguel gehen und sagen: „Komm, du darfst mal bei mir klimpern – aber zuvor spuck aus, was du weißt…“

Quatsch! So ging es nicht! Oder zu Montcada gehen. Ihn bitten, mir reinen Wein einzuschenken. Gnade vor Recht! Hochvermögender Mann, du hast doch genug… zur Belohnung sich dann auf den Rücken legen lassen… vielleicht auf Ischia, wenn ihm dann noch der Sinn danach stand.

Auch Quatsch! Mit leeren Händen gewissermaßen als Bittstellerin bei einem solchen Bonzen- nein, danke. Für ein Almosen huren konnte ich überall!

Bei einem Magnaten wie Montcada musste man etwas vorweisen, mit ihm vorher halbwegs als Gleichberechtigte Tacheles reden, Zug um Zug den Gewinn aushandeln können. Dann erst die in Aussicht gestellte Prämie: Höschen samt Inhalt! Ich hatte da auch schon eine so verschwommene Idee, die allmählich Gestalt annahm. Schließlich hatte ich in der an Winkelzügen reichen Praxis Onkel Hugos einiges gelernt!

Die Drohung mit einem anderen imaginären Geldgeber im Hintergrund, der die Schuldenlast für den gleichen süßen Lohn abzulösen bereit wäre, hatte sich schon für manche attraktive Geschäftsfrau als wirkungsvoll erwiesen, wenn es darum ging, einen harten Gläubiger willfährig zu machen.

Und Montcada wartete, das hatte er mir nicht nur einmal unverblümt zu verstehen gegeben. Klar, so konnte es gehen. Bloß – wie viel in Wirklichkeit auf dem Spiel stand, musste man jedenfalls erst mal wissen. Es galt festzustellen, wie groß Onkel Hugos Schuldenlast war.

Ob es sich überhaupt lohnte, die Pferde jetzt schon scheu zu machen. Womit der Gedankenfluss wieder zu Schwager Miguel zurückkehrte. Also doch Miguel als nicht zu umgehende Schlüsselfigur!

Dass Onkel Hugos Schuldenlast nicht nur eine von Miguel’s wichtigtuerisch aufgeblasene Bagatellangelegenheit war, wie ich noch bei dem morgendlichen Gespräch gehofft hatte, war mir jetzt, nach Onkel Hugos unangemessen heftiger Reaktion, sonnenklar.

Aber wie weit war sie von dem, was man bei der Größenordnung unseres Geschäfts noch hätte als Bagatelle bezeichnen können, ziffernmäßig entfernt?

Das konnte mir nur Miguel sagen. Und ich würde es ihm, wenn überhaupt, nur im Rausch einer heißen Umarmung entlocken können. Auch das war mir klar. Verdammt und zugenäht!

Eigentlich wollte ich es ja gar nicht!

Ich hatte, wie bereits gesagt, Hemmungen von wegen Schwager und so… bei der engstirnigen Moralauffassung. So ein Seitensprung innerhalb der Familie könnte mir das Leben zur Hölle machen!

Dennoch überrieselte es mich jedes Mal warm, wenn ich mir vorstellte wie das wäre, mal mit diesem Windhund allein und ganz unkeusch zu werden… schwerfallen würde es mir also nicht!

Immerhin überkam mich auch jetzt wieder, da ich fast keinen anderen Ausweg mehr sah, das quälende Unbehagen – welch ein Skandal, wenn Antonio etwas merkte.

Oder gar Elena, die Schwägerin! Die vor allem!

Oder gerade sie… Abrupt verhielt ich auf der sonnenüberfluteten Terrasse vor den Türen zur Wohnhalle den Schritt. Ich biss nachdenklich die Zähne in die Unterlippe. Es sei denn, Elena war wirklich bisexuell veranlagt, wie ihr verstohlener Blick unter mein Kleid heute früh fast glauben ließ!

Sofern ich mich nicht geirrt hatte. Ein Kichern sprang mir in die Kehle. Eigentlich nicht schlecht, auch dieses Terrain einmal zu erkunden! Es konnte keinesfalls schaden, wenn man es vorsichtig anging. Sicher war es risikoloser, die Funken erst mal bei ihr sprühen zu lassen als bei ihrem Mann – und wenn sie darauf ansprang, sie dann zur Erkundung des geschäftlichen Sachverhalts auf Miguel anzusetzen, anstatt es selbst mit diesem zu treiben! Verheiratete Frauen verrieten selten anderweitig ihre lesbischen Neigungen. Aus Erfahrung wusste ich außerdem, wie rasch solche Weibchen, wenn sie sich erst einmal darauf eingelassen hatten, einer geschickten Spielgefährtin hörig wurden – dienstfertig in jeder erdenklichen Hinsicht!

Nicht wie die Männer, die nachher gern vergaßen, was sie vorher versprochen hatten!

Im Übrigen, wenn ich es mir recht überlegte, so übel war Elena gar nicht, trotz des faden Äußeren, das sie sich gab. Es war vielleicht alles nur Verstellung, milieubedingt für eine arrivierte Ehefrau in diesem Kaff. Nicht anders als die geradezu frigid wirkende Unnahbarkeit bei mir.

Gelernt ist gelernt, wenn man es von Kind an übt. Unschuldslarve – pah!

Ich wusste am besten, was sich dahinter alles verbergen konnte.

Warum sollte es bei Elena anders sein?

Die blitzartige Veränderung ihres Gesichts vorhin sprach jedenfalls Bände! Wer so lüstern dreinschauen konnte, hatte tiefe verborgene Leidenschaften.

Inés hatte es jedenfalls gekonnt, in ihrer Miene von einem Augenblick zum anderen aus lammfrommer Züchtigkeit zu wilder Begierde zu wechseln und umgekehrt.

Überhaupt erinnerte mich Elena mit ihrer schlanken Figur und den perfekten Beinen, dem kleinen Busen und den knabenhaften Hüften plötzlich stark an Inés.

Schwüles Verlangen, erinnerungsträchtig, erfasste mich!

Ich rieb sanft über meine Brust, spürte die harten Nippel. Ganz abgesehen von allem anderen – wenn Elena hielt, was ihre Augen vorhin versprochen hatten…

Rascher Atem staute sich, und ich blies ihn hörbar aus. Zum Teufel mit allen Bedenken!

Ran an das Wild zur süßen Pirsch!

Ich lüpfte den Vorhang vor der Tür und lachte freudig auf, weil ich das Opfer gleich im Visier hatte.

Elena saß in der kühlen Wohnhalle unverändert hingegossen im Sessel am Kamin und blätterte gelangweilt in einer Illustrierten, die stoßweise neben ihr auf dem Boden lagen. Sie war allein, was ich als glückhaftes Omen empfand.

Als ich mich ihr gegenüber niederließ, hob sie die Augen und legte die Zeitschrift zur Seite. Ich musterte sie von den rotgefärbten Zehen in Goldsandalen über die langen entblößten Oberschenkel bis zum gelben Slip, der unter dem Mini hervorlugte, und dann hinauf zu den unter dem dünnen Kleid steif aufgerichteten Spitzen der mädchenhaft kleinen Brüste. Ich leckte mir rasch die trocken werdenden Lippen.

Mit solchen Gefühlen mochte ein Raubtier das ahnungslose Opfer belauern, das es im nächsten Augenblick anspringen wollte!

Nur dass mir mit einem Mal nicht recht klar war, wer hier das Raubtier und wer das Opfer sein würde. Es war durchaus möglich, dass wir beide Raubtiere waren mit dem gleichen Gelüst!

Denn sie musterte meinen hübschen Körper, der nur mit einem Bikini bedeckt war, mit demselben gierigen Lechzen in den Augen wie heute Morgen, und diesmal täuschte ich mich sicher nicht!

Dieses flimmern im mühsam verschleierten Blick kannte ich.

Beherrsch dich! Ich nahm die Beine zusammen. Verhaltenes Lächeln auf beiden Seiten, stumm abwartend, lauernd. Elenas fahles Gesicht wurde dabei mit aufblühenden Lippen überraschend hübsch.

„Na?“, fragte sie endlich. „Erfolg gehabt bei Onkel Hugo?“

Ich schüttelte den Kopf. „Der Schuft will nicht heraus mit der Sprache! Aber etwas ist los mit ihm.“

Ich erzählte ihr den Verlauf des Gesprächs. Und setzte dann hinzu: „Warum schüttet Miguel nicht wenigstens seinem Bruder reinen Wein ein? Er weiß doch offenbar, was hier gespielt wird…“

Elena kräuselte spöttisch die Lippen und machte eine wegwerfende Handbewegung. „Natürlich weiß er alles! Aber warum soll er sich unnötig exponieren? Antonio will es doch gar nicht wissen!“

Sie setzte sich auf und neigte sich zu mir vor. „Weißt du, was dein Mann vorhin zu allem gemeint hat?“

Ich sah sie betroffen an.

„Raus mit der Sprache!“, verlangte ich heiser. „Was hat Antonio gemeint?“

Einen Augenblick überlegte sie zögernd. Zuckte dann mit den Schultern. „Warum sollst du es nicht wissen? Aber behalte es, bitte, vorerst für dich! Also – es sei ihm egal, ob Onkel Hugo pleite ist, hat er gesagt. Im Gegenteil – mit Hugo zu arbeiten sei bei dessen Selbstherrlichkeit ohnehin kein Vergnügen. Deshalb würde es ihm, Antonio, gar nichts ausmachen, von den Montcada-Werken geschluckt zu werden. In einem so großen Konzern als Verwalter – kein Risiko mehr, keine Sorgen, die Investitionen und laufenden Kosten herauszuholen… ein Standpunkt, den man schließlich verstehen kann!“

Sie ließ sich im Sessel wieder zurücksinken und gähnte. „Weißt du jetzt, warum Miguel auch seinem Bruder gegenüber keinen Grund sieht, seine Schweigepflicht zu verletzen?“

Ich war wie vor den Kopf geschlagen, und starrte Elena fassungslos an. Und dann packte mich die Wut.

„Ach so!“, zischte ich. „So ist das also! Wunderbar! Antonio zieht freiwillig den Kürzeren, will Angestellter werden, weil das für ihn das Bequemste ist! Und Miguel wahrt seine Schweigepflicht, und damit basta! An mich denkt dabei keiner. Dass ich das hier alles aufgeben müsste, das Haus, den Garten und sonst noch allerhand anderes! Oder glaubt ihr, Montcada würde seinen Verwalter, und zu mehr reicht es bei Antonio wohl nicht, das alles überlassen, den ganzen Aufwand weiterhin finanzieren?“

„Bestimmt nicht“, erwiderte Elena mokant. Sie grinste boshaft, wie mir schien. „Aber auch Miguel und ich wohnen nur in einer Dreizimmerwohnung. Warum solltet ihr nicht auch…?“

„Ich denke doch gar nicht dran!“, keifte ich empört.

„Nein?“ Sie zog die Augenbrauen hoch. Lächelte dünn und hintergründig. „Antonio meint, ihm genüge, da du ja doch keine Kinder bekommst, sogar eine Zweizimmerwohnung.“

Mit platzte der Kragen. „Dieser Vollidiot!“, schrie ich. „Glaubt er wirklich…“

Die Luft ging mir aus. Abrupt brach ich ab und schlug die Hände vors Gesicht. Ich verharrte einen Augenblick stumm und zügelte mich. Wutanfälle waren sinnlos. Verbauten mir höchstens den einzigen Weg, den es noch gab: über diese Frau hier mehr zu erfahren – und dann eben selbst zu handeln! Ich fasste mich und überlegte.

In Elenas Stimme war Hohn gewesen, als sie mir die bittere Wahrheit vorsetzte. Wem galt er? Mir? So kleinlich schadenfreudig war sie nicht, dazu kannte ich sie nun schon zu gut. Eher galt das Antonio, seiner lahmen Nachgiebigkeit und Bereitschaft, wieder dahin zurückzukehren, wo er angefangen hatte. Ohne mich!

Wenn ich bei Elena jedoch richtig tippte, musste ich jetzt deutlich mit ihr reden. Freundschaftlich, um Vertrauen werbend! Ihr klarmachen, dass ich keineswegs bereit war, mich neben Antonio von den Dingen treiben zu lassen. Nicht aufgeben wollte – denn immerhin war ich, wenn auch nur auf dem Papier und, falls Hugos Kapitalstütze wegfiel, gewiss in sehr zweifelhafter Position, dennoch Teilhaberin des Unternehmens! Ein Titel, um den sich gegebenenfalls prozessieren ließ, wenn nachgewiesen wurde, dass der Geldgeber das garantierte Kapital hinter dem Rücken der Teilhaberin… meine Gedanken überschlugen sich. Ich wusste nur zu gut, wie lange solche Prozesse um fadenscheinige Rechte dauern konnten! Und inzwischen?

Es musste einen anderen Weg geben! Musste!!

Die Idee, die mir vorhin auf dem Weg hierhergekommen war, nahm wieder Gestalt an: Montcada, imaginärer Kreditgeber im Hintergrund – wenn Elena sich bereitfand, mir bei ihrem Mann zu den Unterlagen für ein Gespräch mit Montcada zu verhelfen…

Ich erhob mich, setzte mich zu der Schwägerin auf die Sessellehne und fasste sie an der Schulter.

„Elena!“, bat ich, sanfte Eindringlichkeit im Ton. „Ich beabsichtige nicht, das so einfach hinzunehmen. Sag mir bitte, bitte, was du in meiner Lage tun würdest!“

Sie hob ihr Gesicht, das jetzt ganz Miguel war und fast verkniffen. Die großen porzellanblauen Augen glänzten metallisch.

„Ehrlich?“

Ich drückte ihre Schulter, strich zu ihrem Nacken und streichelte sie dort zärtlich.

„Ehrlich, bitte!“

Sie bog den Kopf zurück, sodass die Berührung in der Halsbeuge fester wurde.

„Versprichst du mir, dass niemand erfährt, was ich dir geraten habe?“

Meine Hand stahl sich auf ihren Rücken, rieb dort sachte die oberen Wirbel.

„Worauf du dich verlassen kannst! Aber kein Tabu bitte – ganz unter uns Mädchen.“

Meine Berührungen wurden zärtlicher, sanft strich ich ihren Rücken entlang. Sie schüttelte sich leicht.

„Also gut – du stehst doch gut mit Montcada – ich an deiner Stelle würde zu Montcada gehen!“

Ich schob rückwärts die Hand tiefer unter ihr Kleid, und sie bog sich mit einem kurzen Aufschnaufen durch.

„Du weißt, was das bedeuten würde!“, seufzte ich scheinheilig.

„Na und?“, meinte sie mit einem leisen, belustigten Prusten. „Spiel doch nicht die Nonne! So wie ich euch miteinander tanzen und tuscheln gesehen habe… na, na!“

Es folgten von mir sanfte Reizstriche mit dem Daumenballen an der Wirbelsäule hinunter und hinauf. Da sie es sich gefallen ließ, hörte ich mit der Zärtlichkeit nicht auf, strich tiefer, diesmal ganz hinunter, bis zu den Pobacken.

„Und Antonio?“, fragte ich mit gut vorgetäuschter Beklommenheit in der Stimme. Dabei kreisendes Daumenscheuern dort, wo es sie heiß machte. Ihre Wangen verfärbten sich rosig, und sie schnupfte erregt auf.

„Antonio!“, stieß sie verächtlich hervor. „Pfeif auf Antonio – Montcada ist auch ein Mann, und was für einer!“

Sie bewegte gereizt die Schultern. Ich streichelte sanft aber unentwegt jetzt unter dem Slip ihre Lenden.

„Ich bitte dich!“, wandte ich ein. „Er ist doch weit über Fünfzig!“

„Möglich. Aber vielleicht hat er einen riesigen…“ Sie brach in ein Kichern aus. „Hast du eine Ahnung von der Zungenfertigkeit solcher älteren Herren?“

Ich beugte mich über sie und mimte Entrüstung. „Elena! Was für Ratschläge! Du scheinst ja allerhand Erfahrung zu haben!“

Sie rümpfte das Näschen und blickte mit schiefem Lächeln zu mir auf.

„Du nicht? Mach mir bloß nichts vor! Im Übrigen hast du mich um Rat gefragt! Also… wenn ich deine Chance hätte, glaubst du, ich würde nach Miguel fragen? Obwohl der in dieser Hinsicht ganz anders ist als sein Bruder…“

Wieder das heisere Kichern, diesmal verlegen, als hätte sie schon zu viel gesagt. Ihr Oberleib erschauerte von neuem wollüstig unter meiner Hand, und sie legte ihr Gesicht auf meinen Oberschenkel. Sie strich mit den Lippen über die nackte Haut hinauf bis zum Höschen.

„Aber es geht ja nicht um mich“, murmelte sie dumpf, „sondern um dich! Deshalb mein Rat: Pfeif auf Antonio und geh schleunigst zu Montcada! Immer vorausgesetzt, dass er Onkel Hugo in der Hand hat – was macht es dem schon aus, dir in irgendeiner Form Haus und Garten und vielleicht sogar einen Geschäftsanteil zu sichern? Der ist doch verrückt nach dir, das sieht ein Blinder!“

Sie lachte krächzend und legte ihre Wange auf meinem Venushügel.

„Das hier ist ihm vielleicht mehr wert, als diese Hütte!“

Ich schob den Zeigefinger zwischen ihre Pobacken, spielte dort. Das und ihr rascher Atem, der heiß in meinen Schritt wehte und ihre offensichtliche Willfährigkeit… erregte mich. Ich brannte bereits lichterloh!

Doch erst das andere sichern, rief ich mich zur Ordnung. Erst die Hintertür zu Miguels Geheimdossier öffnen – das war doch der eigentliche Zweck dieser Übung! Danach, wen sie wollte, das Vergnügen…

„Alles gut und schön!“, würgte ich mit lüsterner Stimme hervor. „Aber um zu Montcada zu gehen, müsste ich vorher wissen…“

Sie hob das Gesicht und schnippte ungeduldig mit den Fingern. „Klar – aber auch das wird sich finden! Vielleicht kann ich dir dabei sogar helfen.“

„Ja, wirklich?“

Sie richtete sich heftig auf. „Ach du!“ ,sagte sie heiser, „mach es doch nicht so kompliziert – wir werden das Kind schon schaukeln!“

Sie bewegte den Po auf meiner Hand, auf der sie jetzt saß, und verzog spöttisch das Mäulchen.

„Hast übrigens einen ganz schönen Griff! Von heute bist du auch nicht, du Miststück!“ Es klang zärtlich.

„Selbst Miststück – mit solchen Ratschlägen für eine anständige Ehefrau!“, gab ich ebenso liebevoll zurück.

Sie sah mich an, die glitzernden Gletscheraugen voll aufgeschlagen und die Lippen spöttisch gespitzt.

„Sind wir eben zwei Miststücke – was soll’s?“, raunte sie, hob die Arme und fasste mich um den Hals.

Sie zog meinen Kopf herunter und suchte meinen Mund. Ihre Lippen waren warm und ihre Zunge wie Feuer, das mich versengte.

Erst nach einer geraumen Weile kamen wir wieder zu Atem. Ihre Hand war inzwischen hinauf geglitten in meinen Schritt und hielt mich dort fest.

„Magst du das?“, keuchte sie und drückte die Finger durch den Stoff zwischen meine Scham.

„Mhm!“, nickte ich erregt und presste die Schenkel um ihre tastenden Finger.

Jetzt aufs Ganze! Sie war ja reif, reif. Nicht drängen mit dem anderen – sie würde schon in meinen Garten kommen wenn wir erst einmal gevögelt hatten, außerdem war ich selbst bereits im Kippen!

„Aber hier nicht!“, hauchte ich und nahm die Hand von ihrem verlängerten Rücken.

Sie blickte gehetzt um sich. „Onkel Hugo ist weggefahren -Antonio und Miguel sind drüben im Büro – Óliver irgendwo am See…“

„Trotzdem!“, beharrte ich und sprang in einem plötzlichen Einfall auf. „Ich gehe jetzt duschen! Kommst du mit?“

Ich dachte an meine Dusche neben dem Schlafzimmer, dort oben war die Luft rein. Sie erhob sich ebenfalls.

„Doch ein Miststück – aber ein kluges!“, kicherte sie. „Natürlich komme ich mit!“

Sie legte den Arm um meine Hüften, ich um ihren Hals. So stürmten wir durch die Halle und die Treppe hinauf.

Oben im Schlafzimmer kein Theater mehr von wegen duschen und so. Wir waren beide bereits zu aufgeputscht.

„Zieh dich bitte bis auf deine Unterwäsche aus, ich würde dich gerne dabei beobachten und deinen Körper betrachten“, sagte ich direkt.

Elena nickte, lächelte mich zärtlich an und zog ihr Kleid aus. Dann stand sie in ihrer Unterwäsche vor mir und ließ sich betrachten. Sie hatte einen schlanken, durchtrainierten Körper, mit einem flachen Bauch. Ihre Brüste waren fest, etwa die Größe zweier Mangos. Durch den fast transparenten Stoff ihrer Dessous konnte ich zwei aufgerichtete Nippel erkennen. Der feste, straffe Popo wurde von einem spitzenbesetzten Slip verdeckt.

„Wenn ich deinen tollen Körper betrachte, spüre ich ein merkwürdiges Kribbeln im Bauch. Geht es dir ähnlich?“

„Ich spüre dieses Kribbeln immer, wenn ich dich betrachte.“

Wir lachten und grinsten uns verschwörerisch an.

„Wenn man dich so sieht, muss man ja geil werden. Deine Unterwäsche ist wunderschön.“

„Ziehst du dich auch aus?“, fragte Elena direkt.

Ich lächelte sie an, stand von der Bettkante auf und zog mich ebenfalls bis auf die Unterwäsche aus.

„Sind deine Nippel schon hart?“, fragte ich.

„Keine Ahnung“, meinte Elena.

„Los, zeigen!“

Elena grinste schelmisch und fasste sich an den weißen Büstenhalter. Sie zog den Stoff herunter, sodass ihre Brustwarzen zum Vorschein kamen. Sie sah an sich herab.

„So ganz aufgerichtet sind sie nicht, aber das kann ja noch werden. Wie sieht es bei deinen Knospen aus?“

„Mal sehen“, meinte ich und befreite beide Brüste aus dem Büstenhalter. Elena starrte auf meinen perfekt geformten Busen.

„Du bist wunderschön, Lucia“, hauchte Elena gefühlvoll. „Sind deine Knospen schon hart?“

„Du kannst ja mal fühlen“, schlug ich vor.

Elena spürte die Wärme, die sich in ihrem Herzen bildete. Sie trat einen Schritt vor. Zögernd hielt sie ihre Hände ausgestreckt, traute sich aber nicht, die fremden Brüste zu berühren.

„Also fasst du mich jetzt an oder nicht?“, fragte ich.

Unsere Blicke trafen sich. Langsam strich sie über meinen festen Busen. Unter ihren Fingerspitzen richteten sich die Nippel auf.

„Auf jeden Fall sind deine Knospen hart“, meinte Elena lächelnd.

„Und deine?“, erkundigte ich mich.

„Ich kann ja mal nachsehen“, meinte Elena und zog sich die Schulterhalter herab. Dann drückte sie den Büstenhalter, ohne ihn zu öffnen, von ihren Brüsten, sodass er ihr schließlich um der Taille hing.

„Darf ich auch mal anfassen?“

„Klar, gleiches Recht für alle.“

Kurz darauf streichelten meine ausgestreckten Finger über Elenas Brustwarzen, die sich unverzüglich aufrichteten.

„Ich finde es sehr schön. Du hast einen tollen Busen“, gestand Elena.

„Danke, ich finde deiner ist perfekt.“

„Wo soll das jetzt hinführen?“

„Muss man immer einen Plan haben?“, fragte ich.

„Du meinst, wir sollten es einfach geschehen lassen?“

„Warum nicht?“

Elena grinste frech, öffnete den Büstenhalter und befreite sich gänzlich von dem Teil. Anschließend schob sie den roten Slip herunter, und stieg mit beiden Beinen heraus.

„Du hast einen wundervollen Körper.“

Elena nickte dankbar und trat einen Schritt vorwärts. Dann ergriff sie mein rechtes Handgelenk und legte die Hand auf ihren Unterleib. Meine Finger strichen durch das naturblonde Haardreieck.

Ich drückte meine Hand noch etwas herunter, sodass die Finger schließlich auf ihren Schamlippen lagen. Elena führte meinen Mittelfinger an die Stelle, wo sie sich selbst auch angenehme Gefühle bereitete. Ich spürte die Feuchtigkeit, die meinen Finger umgab.

„Gefällt dir, was ich hier mache?“

„Ja, es ist schön. Mach weiter!“

Ich tat ihr den Gefallen, und meine eigene Erregung stieg weiter an. Nach einer Weile öffnete Elena die Augen. „Zieh dich auch ganz aus.“

Natürlich zögerte ich keine Sekunde. Als der Büstenhalter und Slip auf den Boden fielen, wurde mein schlanker Körper mit den festen Brüsten und dem schwarzen, schmal rasierten, Schamhaarstreifen der Schwägerin offenbart.

Elenas Finger legten sich auf meinen weichen Busen und übten leichten Druck auf das Gewebe aus. Dann schlich sich der Zeigefinger zur Brustwarze und strich sachte darüber.

Ich blickte an mir herab und nahm die Zärtlichkeit wohlwollend zur Kenntnis. Elenas Finger strichen tiefer, über meinen flachen Bauch, bis sie schließlich meine Schambehaarung berührte. Dort blieben sie aber nur wenige Sekunden, denn die Finger suchten den Spalt meiner Vulva. Als Elena den Mittelfinger in meine Scheide drückte, bebte mein gesamter Körper vor Erregung.

Elena ließ es ruhig und vorsichtig angehen. Ganz sachte bewegte sie ihren Finger und stieß dabei immer wieder an meine Klitoris. Der Glanz ihrer Augen verriet die gesteigerte Erregung.

Ich stellte mich etwas breitbeiniger als zuvor hin. Elena ließ ihren Mittelfinger weiterhin in meiner warmen Spalte, während sie mit dem Daumen über meine Klitoris rieb.

„Fühlt sich gut an“, flüsterte Elena.

Sie erhöhte das Tempo ihres Fingerspiels, was mich laut aufstöhnen ließ. Langsam aber sicher steigerten wir uns in einen höchst ekstatischen Zustand hinein. Plötzlich zog Elena ihre Finger aus meiner Spalte und schob den Finger in ihren Mund.

„Hm, schmeckst du lecker“, schmatzte sie genussvoll. „Kann ich mehr davon haben?“

Ich lächelte. „Wenn du mehr von meinem Nektar kosten willst, dann solltest du ihn direkt aus meiner Muschi schlürfen!“

„Du meinst, mit der Zunge?“, fragte Elena grinsend.

Ich nickte stumm, setzte mich im nächsten Moment auf einen Sessel, und legte meine Beine links und rechts über die Lehnen.

„Komm her, und bediene dich.“

Elena ließ sich nicht zweimal bitten und begab sich auf ihre Knie. Sie starrte auf meinen weit geöffneten Schoß. Als ich mit beiden Händen meine Schamlippen auseinander zog, erblickte Elena das einladende rosafarbene Interieur.

Als ich den heißen Atem meiner Schwägerin in meinem Schoß spürte, begann ich zu zittern. Doch dies war nichts im Vergleich zu dem Augenblick, als ihre Zungenspitze meinen nassen Eingang streifte. Elena hatte ihre Zunge an der obersten Stelle meiner Möse platziert.

Und nun sollte ich in den Genuss eines geilen Zungenspiels kommen!

Elena konzentrierte sich voll auf ihre Aufgabe. Ganz sachte bewegte sie die Zunge auf und ab und berührte dadurch die Ränder der nassen Schamlippen. Ich dankte es ihr mit freudigen Seufzern und Lustbekundungen.

Jetzt wollte sie es forscher angehen lassen und schob ihre Zunge mitten in die vor Nässe triefende Spalte. Ich schrie lustvoll auf und konnte meinen Unterleib dabei nicht ruhig halten. Zu sehr prasselten die erregenden Empfindungen auf mich ein. Dank meiner ausgiebigen Lustbekundungen war sich Elena sicher, genau das Richtige zu tun und setzte ihr Zungenspiel daher an Ort und Stelle fort.

Dann spürte sie meine Hand an ihrer Schulter und unterbrach die Zuwendungen. Elena verstand und erhob sich aus ihrer knienden Position. Als sich unsere Köpfe beinahe auf gleicher Höhe befanden, berührten sich unsere Lippen. Wir küssten uns voller Gefühl, Lust und Leidenschaft.

Ich löste mich von ihrem Mund, ergriff ihre Hand und zog sie zum großen Bett. Dort warf ich sie rücklings auf die Matratze und strich mit meiner Zungenspitze sanft den Hals herab und suchte ihre Titten. Ich lutschte hingerissen an den Rosenknospen der kleinen steifen Brüste, züngelte dann abwärts zum blonden Haar, das sich zwischen Elenas Beinen kräuselte. Sie schloss die Augen, die langen Schenkel weit geöffnet.

Sie röchelte ein Wonnestöhnen und zog mich über sich, die Beine gespreizt über ihren Kopf. Sie grub Hände und Mund in meine Scham, durchpflügte sie ebenfalls mit der Zunge. Unsere dampfenden Körper rieben sich aneinander, Brüste auf den Bäuchen, schwingende Schenkel an den brennenden Wangen – die Welt ringsum versank in roten Nebeln!

Ströme der Wonne, die wir uns gegenseitig aus den quellenden Lusthöhlen saugten!

Zum Schluss zwei Finger bis zu den Knöcheln in die überschäumenden Grotten stoßend. Stöhnendes Aufbäumen, zuckende Unterleiber, Keuchen, wollüstiges Gewimmer…

Von irgendwoher kam bereits das Mittagsläuten, als wir endlich erschöpft voneinander abließen und uns nebeneinander ausstreckten.

Wir atmeten schwer. Jedoch nicht lang. Nach einer Weile wandten wir einander wieder zu. Wir rückten wortlos Bauch an Bauch. Sachte scheuerten wir unsere Venushügel aneinander, mein schwarzer Streifen in ihrem blonden Haardreieck. Nackte Begierde in den schmunzelnden Mienen, lockenden Glanz in den feuchten Augen…

Himmel, die Sucht nach gleichgeschlechtlicher Lust, wieder einmal entfesselt, war unbezähmbar!

Dass wir die gleiche Wellenlänge, auf der unsere Sexantennen funkten, nicht längst entdeckt hatten!

Stöhnend umklammerten wir uns von neuem. Feucht geöffnete Lippen, die sich ineinander saugten… Zungen umeinander kreisend… Hände abwärts, zwischen den Beinen wühlend…

„Duuu! Duu – das ist herrlich – aaah…“

Danach Schenkel zwischen den Schenkeln, ineinander verschränkt, die Muschis wetzten sich auf ihnen. Wild zuckende Leiber.

Erneuter Orgasmus in schrankenloser Wollust!

Elenas Haarknoten hatte sich gelöst, die blonden Strähnen rieselten ihr über Wangen und Schultern. So erinnerte sie mich noch mehr an Inés. Ich hatte keine Hemmungen mehr und sagte es ihr, erzählte keuchend davon, von den Nächten im Internatszimmer. Die gemeinsame Verführung des Mitschülers Raúl. Ich berichtete von den Orgien zu dritt im Gewächshaus.

„Oh, Klasse!“, stöhnte sie. „Wie wunderbar, dass du auch so bist!“

„Wie bin?“

„Na so“, schnurrte sie hingerissen. „Gern einen Mann dabei hast… ihn mit dem Mädchensex wild machen sich dann pudern lassen… hach, ich bin ganz verrückt danach, du doch auch, nicht?“

„Klar!“, gab ich dumpf zu und triumphierte innerlich. Da! Sie kam bereits auf meine Fährte! Jetzt weiter mit dem Köder… und wenn es denn nicht anders ging, eben zu dritt. Ich hatte ja mein Ziel! Abgesehen davon, dass jetzt meine Nerven ebenfalls irrsinnig nach einem solchen Exzess verlangten.

„Nur“, setzte ich heiser hinzu, „wo findet man so einen, hier, in diesem Kaff?“

Es kam ihr erneut, und sie wand sich röchelnd in meinen Armen.

„Ich weiß einen!“, ächzte sie. „Wenn du willst…“

„Wer ist es? Sag schon! Ich mach alles mit!“

Aufstöhnende Seligkeit bei ihr. „Oh, du… das – das…“

Wir stemmten uns gegeneinander mit heftig schwingenden Hüften und überströmten unsere Schenkel in einer atemberaubenden Erfüllung.

Danach schob sie mich von sich und setzte sich auf. Ich hockte mich neben sie, Knie angezogen und den Arm um ihre Schultern.

„Na los!“, drängte ich, obwohl ich die Antwort kannte. „Wen meinst du? Kenn ich ihn?“

Sie brach in ein Kichern aus und schmiegte sich an mich wie eine schnurrende Katze.

„Klar kennst du ihn! Er umwedelt dich mit seinem Schwanz doch schon lange – errätst du es nicht?“

Ich tat verblüfft. „Etwa – dein Mann?“

Sie nickte, Schalk in den Augen. „Genau der!“

Konsterniert dreinzuschauen, wenn einem der Spaß, das Vögelchen auf der Leimrute flattern zu sehen, die Mundwinkel zucken macht, ist schwierig. Aber ich schaffte es. Ich vermochte das Gesicht sogar in Sorgenfalten zu legen.

„Miguel – Bruder meines Mannes – und dein Mann – kommen wir da nicht in Teufels Küche?“

Taktik! Ich wollte überredet werden – immer besser so für den Fall, dass später die Frage auftauchte, von wem die Initiative ausgegangen war. Und sie, ganz aufgeregt, stolperte freudig in mein Netz. Auf mich hätten sie schon lange ein Auge, gestand sie. Ich hätte so etwas an mir – aber Miguels Annäherungsversuche -ich habe sie doch stets zurückgewiesen!

Verdammt, sie wusste wirklich alles!

Sogar, dass ich in den Armen meines Schwagers fertig geworden war, als er mit beim letzten Frühlingsfest im Ausschnitt die nackten Brüste streichelte! Bewunderns- und beneidenswert! Offenbar gab es in dieser Hinsicht keine Heimlichkeit zwischen diesen Eheleuten!

Ich sagte es, und sie zuckte zustimmend mit den Schultern. „Danach dachten wir“, fuhr sie fort, „was für eine blöde Ziege du bist! Auch eine von den Scheinheiligen, denen es zwar Spaß macht, einen Mann bis zum Äußersten zu reizen, die aber im entscheidenden Augenblick zurückzucken -verzeih, so haben wir dich schließlich eingeschätzt!“

Ich grinste. „Jetzt nicht mehr?“

Sie presste mich an sich, ihre Hand strich zwischen meine hochgestellten Beine.

„Jetzt nicht mehr!“

Sie spielte an meinen feuchten Schamlippen und erging sich dabei in wüsten Traumvorstellungen.

„Wenn Miguel erst da drin – ich werde dich halten -so…“

Finger, die meine Grotte weiteten. Ich schnaubte friedvoll und gab es auf, bei so reizvollen Aussichten weiterhin die moralisch Gehemmte zu spielen. Ich vergaß dabei allerdings nicht, die Lunte abzubrennen, jetzt, da ich Elena endlich so weit hatte.

„Wird er mir dann wenigstens sagen, wie ich bei Montcada landen könnte?“

Sie explodierte sofort, die Süße!

„Alles – dafür tut er sicher alles!“, echote sie. „Gleich heute bringe ich ihn dazu! Nur – Antonio darf davon nichts erfahren – das verstehst du doch? Solange er noch in anderer Richtung spinnt – das alles hier los sein möchte, der Tropf!“

„Klar – ein richtiger Tropf ist er!“, stimmte ich wütend zu. „Aber ohne mich!“

Ich setzte ihr meinen Plan auseinander, zu Montcada zu gehen und mit dem „Geldgeber im Hintergrund“ zu operieren. Sie begriff und war gleich verschworene Komplizin.

„Miguel wird Rat wissen, wie du es anpacken musst!“, eiferte sie, und ihre Augen funkelten spitzbübisch. „In solchen Dingen ist er Meister!“

Das Komplott war somit geschmiedet und wurde mit neuen Streicheleinheiten besiegelt. Bei mir brachen alle Hürden, fielen die letzten Schranken heuchlerischer Ehrbarkeit. Ausleben, bedenkenlos ausleben, wieder einmal sich geben, wie man wirklich war!

„Sag ihm, er kann kommen!“, keuchte ich außer mir. „Sag ihm, ich bin…“

„… eine schamlose Nymphe wie seine Frau, allen Lustbarkeiten aufgeschlossen, das wolltest du doch sagen, ja?“

Ich nickte. Sie kicherte.

„Ich sag’s ihm! Und dass er dafür erst mal einen Vorschuss leisten muss…“

„Richtig!“

Wir waren uns einig und planten, wie angenehm sich nun alles entwickeln konnte. Zwei so lustbeschwingte Häschen im Nest des bürgerlich getarnten Fauns! Und mehr noch! Gelegentlich stellten sich dort auch andere Gleichgesinnte ein, wie ich zu meiner Verblüffung jetzt erfuhr. Zu Festlichkeiten hinter geschlossenen Vorhängen, die ich in diesem Provinznest nie für möglich gehalten hätte! Aber man lernt ja nie aus.

Und dies in der abgeschirmten Häuslichkeit meines Schwagers! Neue Lebensfreude durchpulste mich!

Alles wie ehemals gehabt aber mit neuen Partnern. Schön brav in ländlicher Hürde und dennoch schrankenlos entfesselt. Dabei keine Gefahr für den guten Ruf! Selbst die scheeläugigsten Spießer einschließlich Antonio konnten kein Haar in dieser Suppe finden – in der Wohnung des eigenen Schwagers, ich bitte Sie! Was war schon dabei, wenn ich dort mal bis spät blieb, übernachtete? Engstirniges Muckertum will übertölpelt werden.

Ich war bereit dazu, nur zu bereit, und sagte es Elena und plante, noch während wir uns zum Essen ankleideten, mit ihr zukünftige Sexspiele.

Fortsetzung folgt

Vielen Dank fürs Lesen

über author



Kommentar

Brünette porno | Blondinen porno | deutsche lesben porno | inzest porno bilder